Ausfahrt : 31. Jumbo-Treffen mit 70 Gespannen

Jörg und Dirk Jensen vor dem Start.
Jörg und Dirk Jensen vor dem Start.

Motorradfahrer bescheren Menschen mit Behinderung Höhepunkt des Jahres

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07. Juli 2014, 16:44 Uhr

Rund 70 Motorräder glitzerten bei strahlender Sonne auf der Wiese in Gammelby um die Wette. Seit 31 Jahren ist das Treffen der Motorradfahrer mit Seitenwagen und Menschen mit Behinderung ein Höhepunkt des Jahres. Heike Stolz, Organisatorin der „Ostsee-Jumbo“, und ihr Team hatten viel zu tun, um die Biker zu empfangen und die Touren zu planen. „Ich bin schon im Bauch meiner Mutter mit von der Partie gewesen, dann im Buggy und heute immer noch dabei“, sagt Laura Stolz (21).

Die Motorradfahrer hatten teils lange Strecken hinter sich. Sie kamen aus Schweden, Dänemark und weit über die Region hinaus zum Ostsee-Jumbo-Treffen. Die lange Tradition und die Verbundenheit machen die gemeinsamen Ausfahrten jedes Jahr zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.

Suse Kurek-Kurka ist seit 17 Jahren bei der Lebenshilfe beschäftigt und beweist viel Geduld beim Anpassen der Helme. Für Juliane Ohm (25) aus Holtsee war der richtige dabei: „Der Helm passt gut, es kann losgehen“, sagte sie. Dass auch für jeden Kopf der passende Helm gefunden werden konnte, ist den vielen Spenden zu verdanken, betonte Jürgen Kubereit, zweiter Vorsitzender der Lebenshilfe Eckernförde.

Ganz aufgeregt ist Jörg, er fährt zum wiederholten Male mit der BMW 1150 von Dirk Jensen aus Lentförden hinaus. „Wir sind ein Team“, strahlte er stolz. Mittlerweile hätten sich viele Freundschaften zwischen Fahrern und Mitfahrern gebildet, weiß Kubereit. Das schaffe Sicherheit, sich einer Situation anzuvertrauen. Dirk Jensen bringt es auf den Punkt: „ Ich kann dankbar sein, mir geht es gut, ich bin gesund und möchte etwas davon abgeben und Freude bereiten.“ Anke Hemenau (69), aus Bönningstedt, ist seit 1993 bei der Jumbo-Tour dabei und bereute es nicht: „Die strahlenden Augen, das Dankeschön, das wir zurück bekommen, ist so viel wert und beschenkt auch uns.“

Aufgeregt geht das erste Gespann an den Start. Arno Rubach aus Lübeck mit Chrissi lassen den Motor knattern und los geht es mit 30, 40 Stundenkilometern in die erste Etappe rund zwei Stunden durch Schwansen bis zum Segelclub Eckernförde. Dort zeigen die Gespann-Teams ihre Geschicklichkeit bei Spielen und Aufgaben, bevor es dann auf die zweite Etappe wieder in Richtung Gammelby geht, wo beim gemeinsamen Grillen der Tag ausklang.


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