Kompromiss : 30 Meter bringen mehr Sicherheit

Ringen um Meter: Bürgermeisterin Sabine Mus (v.l.)  erörtert mit Ordnungsamtsleiterin Nicole Pickel, den Kitern Thomas Gäthje und Torsten Harfst sowie dem Bauausschussvorsitzenden Stefan Polte (2.v.r.) die möglichen Längen der Strandabschnitte.
Ringen um Meter: Bürgermeisterin Sabine Mus (v.l.) erörtert mit Ordnungsamtsleiterin Nicole Pickel, den Kitern Thomas Gäthje und Torsten Harfst sowie dem Bauausschussvorsitzenden Stefan Polte (2.v.r.) die möglichen Längen der Strandabschnitte.

Ortstermin für Neueinteilung der Strandabschnitte in Lindhöft mit Kitern, Vertretern der Politik und Verwaltung. Neue Regelung bringt Klarheit.

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12. November 2013, 06:54 Uhr

Die Lösung scheint in Sicht: Bei frischem Wind, Regen und gefühlten Minusgraden trafen sich Vertreter der Kite-Surfer mit Bürgermeisterin Sabine Mues, dem Vorsitzenden des Umweltausschusses Stefan Polte sowie weiteren Mitgliedern und Gemeindearbeiter Jens-Uwe Wegener am Strand in Lindhöft, um über die Neueinteilung der Abschnitte (wir berichteten) zu diskutieren. Den Wassersportlern sollen 30 Meter vom Badestrand zugesprochen werden, der sich damit auf 150 Meter reduziert.

Der Abschnitt, der Kitern und Surfern in der abgelaufenen Strandsatzung zugewiesen wurde, birgt Gefahren. Durch die dahinter liegende Bepflanzung wehe der Wind nicht konstant, sondern in Böen, erklärte Thomas Gäthje aus Lindhöft die Situation, die Fachleute auch als Luv-Stau bezeichnen. Würde der Abschnitt für die Wassersportler um ein paar Meter in Richtung Parkplatz erweitert, wo die Bepflanzung abnimmt, sei das weniger problematisch, so Gäthje. Er wolle die Einhaltung der Abschnitte gern beachten, merkte Torsten Harfst aus Eckernförde an, aber nicht, wenn er sich selbst dabei in Gefahr bringe. Zudem gebe es nur sehr wenige Tage, an denen es wegen Sonne und Wind zu einem Interessenkonflikt zwischen Badegästen und Kitern käme, fügte Gäthje hinzu. Für die Wassersportler gibt es keine Saison – sie fahren das Jahr durch.

Der Bereich, der direkt an die Parkplätze angrenzt, sei Badegästen vorbehalten, hielt Bürgermeisterin Sabine Mues fest. Und das solle auch so bleiben. Weiter in Richtung Aschau aufzurücken sei nicht möglich, merkte Ludwig Strock an. Denn davor seien zwei Bootsfelder abgesteckt, innerhalb derer nicht gebadet werden dürfe.

Mittels GPS-Gerät und Stöcken markierten die Sportler den Rahmen, den sie sich wünschten. In der anschließenden Diskussion wurde er wieder um einige Meter Richtung Noer korrigiert, bis schließlich die Einigung beim ersten beginnenden Busch getroffen wurde – 30 Meter vom bisherigen Badestrand sollen den Kitern zugewiesen werden. „Das ist eine gute Regelung“, meinte Harfst.

Über diese Lösung werden Bauausschuss und Gemeindevertretung noch entscheiden, bevor die Untere Naturschutzbehörde um Genehmigung gebeten wird. Liegt die vor, können die Schilder neu gesetzt werden, wobei die Ausschussmitglieder an einen Ersatz durch Symboltafeln anstelle der Texthinweise dachten.

Auch dem Hundestrand in Noer statteten die Ausschussmitglieder einen Besuch ab. Dort hatte es Kritik wegen der Steilküstenabbrüche gegeben (wir berichteten). Die Fraktionsvertreter kamen überein, dass der bestehende Hundestrand in westlicher Richtung, also in Richtung Steilküste bestehen bleibt, aber ein zusätzlicher Abschnitt von 100 Metern in östlicher Richtung für die Vierbeiner eingerichtet wird. „Hier ist ein gefahrloses Baden ohne Steilküste im Rücken möglich, der Strand ist dort schön sandig, und die Hundebesitzer des Campingplatzes haben so auch die Möglichkeit baden zu gehen“, fasste Polte zusammen. Der Hauptbadestrand in Noer bleibt somit unangetastet.

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