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Jubiläum : 30-Jahrfeier wird Höhepunkt in 2014

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

St. Elisabeth-Kirche feiert ihr 30-jähriges Bestehen / Sammlung zur Heiligen Elisabeth auf über 1500 Objekte gewachsen

von
erstellt am 09.Jan.2014 | 06:28 Uhr

30 Jahre St. Elisabeth-Kirche in Damp – die Vorbereitungen für die Feier dieses Jubiläums laufen beim katholischen Seelsorger Georg Hillenkamp an. Das Jubiläum wird der Höhepunkt des Jahres 2014 werden, davon ist Hillenkamp überzeugt, und er hat bereits eine Zusage von Erzbischof Dr. Werner Thissen aus Hamburg. Solch einen Höhepunkt gab es im Vorjahr nicht, stellt der Seelsorger fest. Viel zu tun gab es aber dennoch in der Seelsorge für Patienten und Urlauber.

In 2013 lief langsam wieder alles in stabilen Bahnen, sagt Hillenkamp und meint damit, dass die Unruhe, die die Aktienmehrheitsübernahme durch Helios in 2012 am Standort Damp auslöste, sich gelegt habe. Vieles laufe besser, wenngleich immer noch oft wechselnde Ansprechpartner die Kommunikation erschwerten. „Kirche hat immer da zu sein, wo auch Menschen sind“, sagt Hillenkamp. Besonders an einem Ort, wo Menschen krank, geschwächt und einsam seien, oder aber im Urlaub ungewohnt viel Zeit für sich und die Familien haben, da seien professionelle Gesprächsangebote wichtig.

Der Weg zum Gespräch entwickle sich ganz verschieden. Sehr häufig geschehe es durch niederschwellige Angebote wie Konzerte, Vorträge oder Angebote für Familien. Hillenkamp bezeichnet diesen gedachten Raum gerne als „Vorraum des Heiligen“. „Jeder kann unverbindlich kosten und riechen, wenn er mehr möchte, kommt es zum Gespräch.“ Und so waren die Konzerte und Ausstellungen in der Kirche immer wieder ein sehr gefragter Anlaufpunkt für Besucher. Mehr noch als in den Vorjahren hat Hillenkamp dabei festgestellt, dass die Menschen immer mehr und dringender seelsorgerische Angebote benötigen. Eine Ursache sieht er in der verstärkten Auflösung von sozialen Bindungen in der Gesellschaft durch Scheidungen und Trennungen und die immer geringere Zeit der Menschen zur realen Kommunikation.

Gefragt und immer gut besucht waren die regelmäßigen Vortragsabende, bei denen die Auswahl der Vortragsthemen stieg. Der Versuch in 2013, einen ehemaligen Alkoholerkrankten als Referenten zu gewinnen und ihn über diese Krankheit und seine Erfahrungen berichten zu lassen, fand großes Interesse, so Hillenkamp. Und auch die anderen Themen – Jesus in der Kunst, Patientenverfügung, christlicher Glaube in Äthiopien – würden stets aktualisiert und inhaltlich überarbeitet. Für 2014 hat Hillenkamp 20 Konzerte geplant. Sakrale Gesänge machen Ende März den Anfang. Der Schwerpunkt wird in den Sommermonaten liegen, dann werden auch wieder Bastelangebote für Kinder, beispielsweise Osterkerzen gestalten, stattfinden.

Einen Namen im deutschsprachigen Raum hat sich die Elisabeth-Kirche in Damp mit ihrer Sammlung von Objekten der Heiligen Elisabeth gemacht. Inzwischen kann Hillenkamp über 1500 Objekte vorweisen. Ganz gezielt kämen Besucher selbst aus Österreich und meldeten sich an, um die Sammlung zu sehen. Einen wahren Fundus mit spannenden Beiträgen bekam der Seelsorger im Vorjahr aus dem Nachlass eines medizinischen Historikers. Neueste Stücke der Sammlung sind handkolorierte Kupferstiche von 1860 sowie eine Heilige Elisabeth aus Schokolade.

Beteiligt ist Hillenkamp in einer Lenkungsgruppe, in der über eine weitere Strukturreform der katholischen Pfarreien beraten wird. So geht Hillenkamp davon aus, dass in drei Jahren ein neuer pastoraler Raum von Flensburg über Kappeln bis nach Damp entsteht. Zuletzt war Damp zum pastoralen Raum mit Kappeln zusammengefasst worden. Es fehlten der katholischen Kirche nicht die Mitglieder, deren Zahl steige besonders in den Städten an, es fehlten die Hauptamtlichen, so Hillenkamp. „Es wird eine spannende Zeit“, sagt er.

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