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Eckernförder Zeitung

13. Dezember 2017 | 20:31 Uhr

250 Jahre gelebte Tradition

vom

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neuwittenbek | Seit 250 Jahren gibt es die Knochenbruchgilde Neuwittenbek. Das bedeutet: "250 Jahre Pflege und Erhaltung von Tradition in unserer Gemeinde", betonte Bürgermeister Wilhelm Radbruch auf der Gildefeier. Die Gilde sei der älteste Verein in der Gemeinde. "Wir sind stolz darauf, dass ihr so lange durchgehalten habt". Die Gemeinde wäre viel ärmer, wenn es solche Institutionen nicht gebe, meinte Radbruch. Und Kreispräsident Lutz Clefsen sagte: "Es ist nicht selbstverständlich, dass man Traditionen weiterbegründet." Schließlich würden heute Versicherungen alles abdecken. "Schön, dass Sie diese Tradition aufrechterhalten." Auch Amtsdirektor Matthias Meins lobte, dass das System der gegenseitigen Hilfe weitergelebt werde.

Dass bei der Knochenbruchgilde Neuwittenbek Tradition gelebt wird, zeigte sich bei den Wettbewerben: 45 Kinder stellten bei der Glücksolympiade mit Werfen, einen Namenparcours, Dreisprung und anderen Aufgaben ihr Glück und ihre Sportlichkeit unter Beweis, beim Knobeln, Schießen und Fischstechen gingen 65 Einzelstarter ins Rennen. Fünf befreundete Gilden sowie sieben örtliche Vereine beteiligten sich ebenfalls an den Wettkämpfen. Der Pokal für Mitglieder ging an Dieter Seeger, beim Schießen belegte Antje-Marie Kaliebe den ersten Platz, beim Knobeln hatte Walter Schipolowski das Glück auf seiner Seite, und beim Fischwerfen bewies Bernd Rademacher am meisten Treffsicherheit. Der Gildepokal ging an die Gilde Neuwittenbek, die auch den Preis der örtlichen Vereine gewann.

Das neue Königspaar sind Hauke Rahn und Maren Heitmann. Sie wurden durch Luftgewehrschießen bei den Männern und Fischstechen bei den Frauen auf eine verdeckte Scheibe ermittelt.

"Gerade beim 250. Gildefest freut man sich, wenn man König wird", sagte Hauke Rahn. Er ist Mitglied im Achterrat der Gilde. "Man muss Tradition im Dorf bewahren", sagte er. "Die Gilde ist ein Kulturerbe, das man aufrecht erhalten sollte." Seine Königin Maren Heitmann sah es genauso: "Die Gilde gehört zum Dorfleben dazu."

Während alle anderen Preise bereits am Gildeabend vergeben wurden, steht noch nicht fest, wer in der Tombola das Fahrrad gewonnen hat. Verlost wurde ein schwarzes Sieben-Gang-Fahrrad, mit Felgenbremsen, Rücktrittbremse und tiefem Einstieg. Gezogen wurde das Los Nummer 104, der Gewinner war bei der Feier nicht anwesend. Der Besitzer dieses Loses wird gebeten, sich bei Hans Carstensen, Tel. 04346/74 54, zu melden.

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