Sprachrohr der Älteren : 25 Jahre: Seniorenbeirat feiert Jubiläum

Die Volkstanzgruppe der Plattdüütsch Gill Eckernföör in Hüttener Tracht zeigte einige Tänze aus ihrem Repertoire.
1 von 3
Die Volkstanzgruppe der Plattdüütsch Gill Eckernföör in Hüttener Tracht zeigte einige Tänze aus ihrem Repertoire.

Buntes Festprogramm zum 25-jährigen Bestehen des Eckernförder Seniorenbeirates / Rund 350 Gäste in der Stadthalle

von
06. Mai 2015, 06:52 Uhr

Eckernförde | Er ist ein wichtiger Ratgeber der Ratsversammlung, dessen Lebenserfahrung und Engagement der Stadt zugute kommen: Der Seniorenbeirat, das Sprachrohr der Älteren. Bürgervorsteherin Karin Himstedt würdigte gestern in der mit rund 350 Besuchern gut gefüllten Stadthalle die Verdienste des Eckernförder Seniorenbeirates, der sein 25-jähriges Bestehen mit einem bunten Festprogramm feierte. Dabei verliefen die Anfänge des Seniorenbeirates gar nicht so reibungslos, wie Karin Himstedt in ihrem Rückblick erinnerte. Zwar gab es schon 1979 den Versuch, einen Beirat für die älteren Bürger in der Stadt zu etablieren, dieser scheiterte jedoch. Nach nur drei Jahren kam das Aus des Gremiums. Es dauerte zehn Jahre bis erneut die Initiative ergriffen wurde. Der Beirat wurde verkleinert, das Alter der Wahlberechtigten auf 60 Jahre gesenkt. Am 1. Dezember wurde der neue Beirat gewählt, am 22. Januar 1990 fand die konstituierende Sitzung statt. Gisela Rath wurde zur ersten Vorsitzenden gewählt. Sie blieb es bis 2002. Ihr folgte Wolfgang Nolle. 2011 löste ihn die heutige Vorsitzende, Renate Gorny, ab. „Die Kontinuität im Vorstand ist ein Garant für die erfolgreiche Arbeit“, betonte Himstedt. Die Bürgervorsteherin hob das regelmäßige Seniorenfrühstück in der BBS hervor, die Vorträge zu kulturellen, medizinischen und juristischen Themen und auch die Hilfestellung des Beirates beim Notfallausweis sowie die Initiative für ein Seniorenticket für Bus und Bahn. 7500 Menschen gebe es in Eckernförde, die über 60 Jahre als seien, sie sollten von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, appellierte sie an die Gaste. „Ein modernes Altenhilfe-Netz macht jede Stadt und jedes Dorf attraktiv auch für junge Familien und damit lebens- und liebenswert“, sagte sie.

Das Engagement der Eckernförder lobte auch die Vorsitzendes des Kreisseniorenbeirates, Jutta Kock. „Ihr habt schon immer über den Tellerrand geschaut“, sagte die Nortorferin. Schon früh hätte sich der Seniorenbeirat auf Kreisebene engagiert. Wolfgang Nolle war im Kreisseniorenbeirat, zuvor Gerd Radmann und jetzt auch Renate Gorny und als ihr Stellvertreter Edmund Lomer. Die gute Arbeit fortzusetzen, um das solidarische Miteinander der Generationen zu fördern, das gab Kock den Eckernfördern mit auf den Weg. Sie betonte: „An uns Senioren kommt keiner vorbei, wir sind alle Experten.“

Bei Kaffee und Kuchen wurde den Gästen ein abwechslungsreiches Festprogramm geboten. Die einzelnen Programmpunkte moderierte Edeltraut Hinz, Schriftführerin im Beirat, an. Den Anfang machte die Volkstanzgruppe der Plattdüütsch Gill Eckernföör. Die 14-köpfige Formation, ein Paar fehlte gestern– zeigte in ihrer Hüttener Tracht traditionelle Tänze. Außerdem komplettierten das plattdeutsche Duo Thomsen & Greve sowie die Gruppe „Mit Lolli-Pop & Petticoat“ Rock ‘n‘ Roll und Schlager der 50er und 60er Jahre den Festakt in der Stadthalle. 

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen