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Jubiläum in Schnaap : 25 Jahre: Ein Mann bleibt seinem Betrieb treu

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Winfried Ehlert aus Barkelsby arbeitet seit einem Viertel-Jahrhundert auf dem Hof der Familie Thietje in Schnaap als Betriebshelfer. Für dieses Jubiläum wurde er von der Landwirtschaftskammer geehrt.

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erstellt am 07.Jan.2014 | 06:49 Uhr

Die Tiere füttern, den Acker bebauen und bei Bedarf melken – das sind nur einige Aufgaben, die Winfried Ehlert auf dem Bauernhof der Familie Thietje in Schnaap übernimmt. Der 54-Jährige ist dort seit 25 Jahren als Betriebshelfer tätig und wurde dafür gestern vom Repräsentanten der Landwirtschaftskammer Klaus Hohnsbehn geehrt.

Mit 29 Jahren kam er mit seiner Frau damals zu den Thietjes, und seitdem gehören sie und ihre drei Kinder quasi zur Familie. Hohnsbehn weiß, dass es heutzutage nicht mehr üblich ist, so lange in einem Betrieb zu arbeiten. Dies zeige, dass sich Ehlert auf dem Hof wohl fühlt. Egal, welche Aufgaben man ihm gibt: „Ich mache alles gerne“, sagt er. Morgens um sieben Uhr geht sein Tag mit dem Füttern der Jungtiere los. Danach hilft er seinem Chef bei der täglichen Arbeit. Er ist immer gut gelaunt, und durch seine Vielseitigkeit könne man ihn überall einsetzen, schwärmt Thomas Thietje von seinem landwirtschaftlichen Helfer. Außerdem habe er ein gutes Auge für die Tiere und merke sofort, wenn eins von ihnen krank ist. Manchmal ärgert sich Ehlert jedoch über die Kühe – „doch das gehört dazu.“ Wenn er um 18 Uhr Feierabend hat, fährt er zu seiner Familie nach Barkelsby.

Der Bauernhof der Thietjes wird bereits in der zweiten Generation geführt. Thomas Thietje, seine Frau Uta, die fünf Kinder sowie Großmutter und Großvater helfen alle bei der täglichen Arbeit mit. Die meisten Prozesse laufen noch traditionell ab – soweit dies möglich ist. „Wir melken unsere Kühe noch manuell, auch wenn meine Frau sich dafür schon einen Roboter wünscht“, erzählt Thietje lachend. Doch in den vergangenen 25 Jahren hat sich viel verändert. Vor allem von den unangemeldeten Kontrollen ist Thietje nicht begeistert, weil sie viel Zeit kosten, die nicht eingeplant war. Zudem gebe es immer wieder neue Reformen, die den Landwirten das Leben erschweren.

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