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Handball-Kreisoberliga : 25:22 – HSG begeistert gegen Kappeln

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Youngsters setzen sich trotz anfänglichem Rückstand gegen den Favoriten durch, was für eine selten euphorische Stimmung in der Wulfsteerthalle sorgt.

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erstellt am 15.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Eine Welle der Begeisterung übertrug sich wie schon lange nicht mehr in der Wulfsteerthalle vom Spielfeld zum Publikum und zurück. Was war passiert? Im siebten Saisonspiel der Kreisoberliga Nord+Nordsee hatte der Aufsteiger HSG Eckernförde im Nachbarschaftsderby den favorisierten TSV Kappeln zu Gast, der in der Anfangsphase seiner Rolle gerecht wurde und rasch mit 4:0 (8.) 6:1 (12.) vorn lag. Mit drei Treffern in Folge leiteten Mark Biais und Thies Wohlleben die Wende ein, die schließlich mit einem verdienten 25:22 (11:10)-Sieg der HSG endete.

„Ich wusste um die Stärke der Kappelner, war aber beim 1:6 noch nicht sonderlich nervös, denn dieses Tempo konnten sie nicht 60 Minuten gehen“, so HSG-Trainer Gerd Fleischmann, der im Gegensatz zum entsetzten Publikum die Ruhe bewahrte. In der Tat hatten die Gäste scheinbar ihr Pulver verschossen und als es plötzlich aus HSG-Sicht nur noch 4:6 stand, entwickelte sich im Team des TSV eine offensichtliche Unsicherheit. „Ja, wir haben gut begonnen, dann aber den Faden verloren und nicht wiedergefunden. Eckernförde spielte mit viel Herz – wir nicht“, resümiert der enttäuschte TSV-Coach Klaus Meckes.

Auf alle Fälle spielten sich die im Altersdurchschnitt acht Jahre jüngeren Eckernförder regelrecht in einen Rausch, getragen vom begeistert mitgehenden Publikum. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff des jungen, ausgezeichneten Schiedsrichtergespanns Niklas Rahe und Christoph Pieper gelang der HSG erstmals nach einer sehenswerten Kombination mit 9:8 eine Führung, die sie in der 36. Minute (13:14 und 14:15) noch einmal abgeben musste.

Spielentscheidend war die Phase zwischen der 42. und 48. Minute, als die Eckernförder von einer Begeisterungswelle getragen auf 21:16 davon zogen. In der 54. Minute waren es sogar sechs Tore Vorsprung und obwohl beim Handball noch in sechs Minuten viel passieren kann, war doch zu spüren, dass sich die junge Fleischmann-Garde nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen würde und am Ende hoch verdient mit 25:22 den vierten Saisonsieg und Dach und Fach brachte.

Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung gepaart mit einer gelungenen Wechseltaktik und Einstellung des Trainers. Auf dem Spielfeld glänzte Spielmacher Christian Levien in der Rückraum Mitte, sowie auf Rechtsaußen mit Mark Biais der erfolgreichste Eckernförder Torschütze. Der in der zweiten Hälfte für seinen Bruder Fabian eingewechselte Tobias Huth wuchs mit Glanzparaden über sich hinaus und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit.


HSG Eckernförde: F. Huth, T. Huth – Heldt (2), Müller (1), Biais (6), Jebsen (2), Huber, Wohlleben (5/3), N. Krohn (2), J. Krohn (2), Levien (1), Kroniger (2), Glowalla (2), Vullgraf.
SR: Rahe/Pieper (SG Oeversee/Ja.-Weding)
Zuschauer: 60. – Zeitstrafen: 5:7.


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