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Eckernförder Zeitung

14. Dezember 2017 | 11:33 Uhr

Altenholz : 24 Stunden wie im richtigen Einsatz

vom

Feuerwehren Klausdorf und Knoop organisieren Berufsfeuerwehrtag für angehende Brandbekämpfer. Realistische Übungen in Altenholz und der Umgebung.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 07:32 Uhr

Altenholz | 24 Stunden lang stand auf der Wache der Freiwilligen Feuerwehr in Klausdorf alles im Zeichen der Jugendarbeit. Zum dritten Mal veranstalteten die Kameraden einen Berufsfeuerwehrtag für ihren Nachwuchs, um den Dienst auf einer Berufsfeuerwehrwache zu simulieren.

Seit über einem halben Jahr beschäftigten sich die Betreuer und Ausbilder der Ortswehren aus Klausdorf und Knoop mit der Planung, und dachten sich realistische Szenarien aus. Ein brennendes Gartenhaus, ein umgestürzter Baum, ein verunglückter Waldarbeiter, aber auch ein Fahrradunfall oder die Rettung einer Person aus einem steckengebliebenen Aufzug gehörten ebenso dazu wie Fehlalarme. Bei 14 Einsätzen unterschiedlichster Art waren 26 Jugendliche im Alter zwischen zehn und 17 Jahren gefordert. Aufgeregt warteten sie in der Wache auf den "Gong", der eine neue Herausforderung ankündigte.

"Es ist Wahnsinn, was unsere Ausbilder für einen Aufwand betrieben haben", stellt Robin Wormuth fest. "Wir hatten sogar einen Einsatz in Strande beim Bülker Leuchtturm, wo ein Taucher im Wasser war und uns die Berufsfeuerwehr Kiel ein Boot zur Verfügung gestellt hat." Der 17-Jährige gehört seit sechs Jahren zum Altenholzer Team, nahm an allen Berufsfeuerwehrtagen teil, hatte aber zum ersten Mal die Verantwortung als Gruppenleiter. So stand er beim "Schiffsbrand" als Einsatzleiter vor Ort. Mit Diskonebel wurde der Brand des Spielschiffes im Park hinter der Awo-Kita in Klausdorf simuliert. Doch nicht nur Feuer beschäftigte die jungen Kameraden. Es galt außerdem eine verletzte Person zu retten. So waren Atemschutzträger gefordert. Damit die Jugendlichen jedoch nicht die schweren Originalgeräte auf dem Rücken tragen müssen, fertigte Heiko Krap Attrappen an, mit denen nun Nick Königs (10) und Kiara Brumme (11) eine Puppe aus dem verqualmten Schiff holten. Die aufgebaute Wasserversorgung vom Hydranten über die Förderpumpe des Löschgruppenfahrzeuges war jedoch alles andere als eine Attrappe, so dass der Angriffstrupp das echte Feuer in einer Tonne löschen konnte. "Es ist etwas ganz anderes, als einfach nur Wasser auf ein Feld zu spritzen", erzählte Robin begeistert. "Vermisste Personen haben wir bei unseren Übungsabenden sonst auch nicht." So würden die Führungskräfte mit ihren Aufgaben wachsen, erklärte Jugendfeuerwehrwart Mathias Brumme: "Es ist eine Herausforderung richtige Einsätze zu koordinieren. Dadurch werden sie bei den künftigen Übungsdiensten noch besser werden." Doch auch der Nachwuchs, der noch nicht so lange dabei ist wie Robin, findet großen Spaß an der Veranstaltung. "Wir fahren sehr oft raus und dürfen löschen. Das ist klasse", sagte Lennard Krap. Genauso freute sich der Elfjährige aber auch darüber, mit seinen Kameraden in der Wache übernachten zu dürfen und viel Zeit miteinander zu verbringen. Denn es standen nicht nur Einsätze oder Gerätekunde auf der Tagesordnung. "Wir haben Fußball gespielt oder Teambildungsspiele gemacht, um uns besser kennen zu lernen", berichtete Robin.

Dies soll definitiv nicht der letzte Altenholzer Berufsfeuerwehrtag gewesen sein, berichtete Pressewart Niels Philip Kögler: "Es ist eine einmalige Möglichkeit, so realitätsnah zu üben." Doch da es ein großer Aufwand sei und die Veranstaltung zudem etwas Besonderes bleiben soll, wird es vermutlich erst 2015 wieder losgehen. Um die Sicherung des Brandschutzes bräuchte man sich während des Übungstages der Jugendlichen keine Gedanken machen, versicherte Kögler: "Ein Löschfahrzeug ist nicht in die Veranstaltung eingebunden und steht für Einsätze . Ein weiteres kann schnell von den Übungen abrücken, da die Ausrüstung im Großen und Ganzen nur von zwei der drei Fahrzeugen verwendet wird. Nicht an der Veranstaltung beteiligte Kameraden werden ganz normal über Funkmeldeempfänger alarmiert und stehen so gewohnt schnell zur Verfügung."

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