energetische Sanierung : 220 Fenster warten auf ihren Einbau

Das Amt erhofft sich durch die Sanierung  eine deutliche Energieeinsparung.  Mitarbeiter der Tischlerei Volquardsen aus Husum bauen neue Fenster ein.
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Das Amt erhofft sich durch die Sanierung eine deutliche Energieeinsparung. Mitarbeiter der Tischlerei Volquardsen aus Husum bauen neue Fenster ein.

Das Amt Dänischer Wohld startet das Projekt energetische Sanierung. Für 367 000 Euro werden zunächst neue Fenster eingebaut. Die Gasheizunng wird auf Pelletheizung umgestellt.

shz.de von
03. April 2014, 06:00 Uhr

Gettorf | Die neuen Fenster stehen aufgereiht nebeneinander im Treppenhaus, daneben Eimer, Werkzeuge und Kunststoffschienen in Bündeln. Jörg Petersen von der Tischlerei Volquardsen aus Husum steht auf der Leiter und baut mit seinen Kollegen neue Fenster ein. Im Keller werden Dämmaterialien an die Decke angebracht. Es staubt, Bohrmaschinen und Schlagschrauber machen Krach. Seit drei Wochen wird das Amtsgebäude in Gettorf energetisch saniert.

„Die Handwerker arbeiten sehr gut“, sagt Sönke Jacobsen, Fachbereichsleiter Bauwesen, zufrieden. Die Kollegen müssten nur für jeweils einen Tag aus ihrem Büro ausziehen und könnten am nächsten Tag schon wieder hinein. Im März 2011 hatte der Amtsausschuss nach zunächst kontroverser Diskussion, ob das wirklich notwendig sei, einstimmig beschlossen, das Amtsgebäude bei einer bis zu 75-prozentigen Förderung der Nettokosten über die Aktiv Region aus dem sogenannten Health-Check-Programm einer energetischen Sanierung zu unterziehen. Der damals hinzugezogene Energieberater prognostizierte einen Einsparungseffekt von bis zu 49 Prozent, wenn die über 20 Jahre alten Fenster erneuert, die Kellerdecke gedämmt und die Gasheizung auf den Betrieb mit Holzpellets umgestellt würde. Die Fenster seien zwar erst 22 Jahre alt, seien aber nicht nachrüstbar gewesen, erklärt Sönke Jacobsen. Der hohe Wärmeverlust durch nicht isolierte Rahmen und Flügel sei das Problem.

Nun werden, finanziert über die Amtsumlage, für rund 367 000 Euro, gefördert mit 183 000 Euro, 220 Fenster im Gebäude durch dreifach verglaste Fenster mit Kunststoffrahmen ersetzt, die Heizungsanlage auf Pellets umgerüstet, der Fahrstuhlschacht oben verschlossen, der Sitzungssaal und die Kellerdecke gedämmt. Nach spätestens zehn Jahren soll sich die Investition amortisiert haben. Bisher ist die Höhe der Heizkosten beachtlich. In 2011 etwa betrug sie nach Auskunft von Matthias Holst aus dem Fachbereich Bauwesen bei einem Verbrauch von 185 500 Kilowattstunden 13 000 Euro.

Für die Bürger ändert sich trotz der Handwerksarbeiten im Amtsgebäude nichts. Das Bürgerbüro ist schon zur Hälfte fertig. Bis zum Ende des Monats sollen alle Fenster ausgetauscht, die Arbeiten bis Ende Mai beendet sein.






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