22 320 Kilometer für das Klima und die Gesundheit

Jan-Peter Brückner, Sabine Zimmermann und Ralph Ulrich (vorn v. l. mit den übrigen siegreichen Mannschaftsfahrern) sind die aktivsten Einzelfahrer der Aktion „Stadtradeln“. Ulrike Dallmann von der ETMG (2. v. r.) und Wiebke Seegert aus Strande überreichten die Preise.
Jan-Peter Brückner, Sabine Zimmermann und Ralph Ulrich (vorn v. l. mit den übrigen siegreichen Mannschaftsfahrern) sind die aktivsten Einzelfahrer der Aktion „Stadtradeln“. Ulrike Dallmann von der ETMG (2. v. r.) und Wiebke Seegert aus Strande überreichten die Preise.

82 Teilnehmer bei der Aktion Stadtradeln in Eckernförde / Jan-Peter Brückner fährt 1496 Kilometer in drei Wochen

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25. Juli 2015, 06:28 Uhr

Radfahren macht nicht nur stramme Waden und ist gut für den Kreislauf, sondern ist auch aktiver Klimaschutz. Angesichts dieser nicht unerheblichen Vorzüge für Körper und Klima hatten sich vom 20. Juni bis 10. Juli 82 Fahrradfahrer aus Eckernförde und Umgebung an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ beteiligt. Donnerstagabend gab Ulrike Dallmann von der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH (ETMG), selbst aktive Radlerin, auf der Musikbühne am Steindamm die Ergebnisse in der Mannschafts- und Einzelwertung bekannt.

Und sie hatte Erstaunliches zu verkünden. Es haben zwar weniger Radler als im Vorjahr (110) teilgenommen, sie traten aber kräftiger in die Pedalen, rollten mehr Kilometer (22320) und sorgten somit für eine höhere CO2-Einsparung (3214 Kilogramm). Deutschlandweit haben bislang 106  626 Radfahrer an der Aktion teilgenommen und 20  088  982 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht einer Einsparung von 2  892  813 Kilogramm CO2.

„Ich bin stolz auf Sie“, sagte Dallmann an die versammelte Stadtradlergemeinde, um gleich darauf die besonders fleißigen Radler auf die Bühne zu bitten und ihnen Preise zu überreichen. Es gab drei Wertungen. Bei den Teams mit den meisten Kilometern lagen die acht Radfahr-„Profis“ des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC) mit zusammen 3475 Kilometern vorn. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 500,4 Kilogramm. Platz 2 ging an das offene Team Eckernförde, zehn Radfahrer kamen auf 3056 Kilometer und einer Kohlendioxideinsparmenge von 440,1 Kilo. Dritter wurde das Team fem cyklister, die fünf Brückners legten 3055 Kilometer zurück und haben der Welt damit einen CO2-Ausstoß von 439,9 Kilo erspart.

In der Wertung „fahrradaktivste Teams“ geht es um die meisten Kilometer pro Einzelfahrer. Und dort lagen gleich zwei Familien ganz vorn: Familie Meyer und das Team Lucy mit jeweils 667 Kilometer pro Fahrer. Das entspricht einer CO2-Einsparung von 96 Kilo pro Person. Auf 611 Kilometer kommen die Radler von fem cyklister, die pro Nase 88 Kilo CO2 eingespart haben. Dritter schließlich der ADFC mit 434 Kilometer pro Radler und 62,6 Kilo weniger CO2-Ausstoß.

In der Einzelwertung landete Jan-Peter Brückner vom Team fem cyklister mit 1496 gefahrenen Kilometern (215,4 Kilo CO2-Einsparung) auf Platz 1. Sabine Zimmermann aus Fleckeby ist 73 Jahre, aber extrem fit. Sie fuhr fürs offenen Team und landete mit 1398 erstrampelten Kilometern und ersparten 201,3 Kilo CO2 auf dem zweiten Platz. „Morgens aufwärmen, nachmittags nach Eckernförde oder an den Kanal und abends noch einmal aufs Rad – zur Entspannung“, schilderte die sportliche Seniorin ihr Tagespensum auf dem Drahtesel. Dritter wurde Ralph Ulrich vom Team Rückenwind KG & Co. mit 1225 Kilometern und 176,4 Kilo CO2.

Die ersten drei Einzelfahrer erhalten eine Übernachtung mit Frühstück in den fahrradfreundlichen Gastbetrieben Aqua Strande in Strande, Janbeck’s Fairhause in Gelting und dem F-Ritz in Schleswig sowie eine Massage im Meerwasserwellenbad. Für die Strander Hotelchefin Wiebke Seegert wird der Fahrradtourismus immer wichtiger. Im Sommer reisten etwa zehn Prozent ihrer Gäste mit dem Drahtesel an – Tendenz steigend. Ihr Haus hat sich darauf eingestellt. „Das ist absolut ein Thema für uns“, sagt Wiebke Seegert. Auch die siegreichen ersten drei Teams erhielten Sach- und Geldpreise der Stadtradel-Sponsoren.

Ulrike Dallmann freute sich über den klimatischen „Fußabdruck“, den alle 82 Teilnehmer hinterlassen haben. „Lassen Sie ihr Auto stehen und genießen Sie die Fahrt mit dem Fahrrad“, sagte die Veranstaltungsleiterin der ETMG. „Machen Sie Eckernförde leiser, CO2-ärmer und noch ein bisschen lebenswerter“.

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