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Schöne Aussicht : 215 Setzlinge für den Alten Schulwald

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Schützengilde Bohnert pflanzt 215 Bäume / 15 Freiwillige helfen, den Alten Schulwald nach Sturmschaden wieder aufzuwerten

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Im vergangenen Jahr hatte Sturm Christian den Alten Schulwald am Bohnerter Schützenheim fast komplett zerstört. Die 60 Jahre alten Nadelbäume mit den flachen Wurzeln konnten damals der Kraft der Natur nichts entgegenhalten. Den nunmehr leeren Platz will die Bohnerter Schützengilde allerdings nicht baumlos lassen. Darum finanziert sie 215 Baumsetzlinge, die die Grundlage für die Wiederaufforstung des Alten Schulwalds darstellen.

15 Freiwillige waren daher der Einladung des Gilde-Vorsitzenden, Manfred Hansen, gefolgt und kamen mit Werkzeug und jeder Menge Motivation ausgestattet zum Schützenheim, wo das aufzuforstende Gelände bereits vorbereitet war. Die Fläche wird mit einem Maschendrahtzaun eingefasst, die entsprechenden Pfähle waren schon gesetzt und die Setzlinge herbeigeschafft. 200 Laubbäume und 15 Obstbäume sollen dem idyllischen Platz wieder sein grünes Gesicht verschaffen, und Manfred Hansen ist optimistisch, dass so mancher Obstbaum bereits im nächsten Jahr Früchte tragen wird. „Die Südlage hier ist günstig für die Obstbäume, und der milde Herbst in diesem Jahr eine gute Pflanzzeit“, erklärte Hansen die guten Aussichten. Auch die Grassaat werde wohl noch aufgehen.

Was in den fünfziger Jahren als Schulwald angelegt worden war, prägt die „Schöne Aussicht“, wie der Platz vor dem Schützenheim genannt wird und von wo aus man einen traumhaften Blick über das Ornumer Noor hat. In zehn Jahren sollen die neuen Bäume um die zehn Meter hoch stehen. „Wir machen aus der Not eine Tugend und nutzen diese Arbeiten auch dazu,um die Außenanlagen des Schützenheims weiter zu verschönern“, sagte Hansen, der für die gute Aktion auch Lob von Bürgermeister Hartmut Keinberger bekam, der ebenfalls als fleißiger Arbeiter nach Bohnert gekommen war. Manfred Hansen dankte ihm und allen, die sich an den Arbeiten beteiligten und ohne die die Neuanlage nicht möglich geworden wäre. Viele, die nicht selbst mitarbeiten konnten, haben gespendet, so Hansen.

Wer allerdings tatkräftig mit anpackte, erhielt seine Belohnung in Form einer deftigen Erbsensuppe zum Mittag, die Kalli Naeve mit seinem Party-Service gespendet hatte. Bernd Jacobsen, passionierter Heimatforscher und Fotograf, konnte Details aus der Geschichte des Schulwalds beisteuern. Sicher war am Sonnabend, dass die Freude am Wald vor 60 Jahren nicht größer gewesen sein kann als heute.


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