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Eckernförder Zeitung

20. September 2017 | 09:44 Uhr

Fussball : 21 Monate: Mega-Sperre für Veton Hodaj

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Kreisgericht des KFV Rendsburg-Eckernförde hat nach den Tumulten in Osdorf am 9. März 2014 jetzt drei Urteile verkündet.

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erstellt am 17.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Der Vorfall beim Fußball-Kreisligaspiel zwischen den Osdorfer SV und dem 1. FC Schinkel, als es am Rande des Spielfelds zu einem Tumult kam, in dem es auch zu Tätlichkeiten kam, ist vom Kreisgericht Rendsburg-Eckernförde aufgearbeitet und abgeschlossen worden. Während es für je einen Spieler aus Osdorf und vom 1. FC Schinkel nur einen Verweis gab, ist der Altenholzer SH-Ligaspieler Veton Hodaj, der die Partie als Zuschauer besuchte, bis zum 31. Dezember 2015 gesperrt worden. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, und wie der Altenholzer Trainer Harry Witt erklärte, wird sein Spieler, der sich mittlerweile anwaltlich vertreten lässt, gegen das Urteil Berufung einlegen.

Auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung erklärte Detlef Lüling, Vorsitzender des Kreisgerichts im KFV Rendsburg-Eckernförde, dass es im besagten Fall zu drei Urteilen gekommen sei. „Ein weiteres Verfahren wurde eingestellt. Zudem konnte ein Verfahren nicht eröffnet werden, da der Betroffene kein Mitglied im Schleswig-Holsteinischen Fußballverband ist“, so Lüling. Eine genauere Ausführung über die Urteile und eine Begründung sollen zeitnah vom Präsidium des Kreisfußballverbandes freigegeben und veröffentlicht werden.

Für den Altenholzer Trainer Harry Witt, ist die harte und lange Strafe gegen seinen Rechtsverteidiger nicht verständlich. Er sagt: „Da bin ich sprachlos. Eine Sperre von über eineinhalb Jahren halte ich für völlig unangemessen!“ Witt betont: „Bei uns im Verein, ob nun beim Training oder bei den Spielen, hat sich Veton immer absolut korrekt verhalten. Es gibt keinen im TSV Altenholz, der etwas Negatives über ihn sagen würde.“

Dass die Sperre so heftig ausfällt, liegt auch daran, dass Hodaj bereits im November 2012 im Spiel gegen den VfB Lübeck die Rote Karte wegen einer Tätlichkeit sah. Doch für den Altenholzer gibt es noch die Möglichkeiten das Strafmaß zumindest zu reduzieren, wenn er an einem Projekt wie „Schleswig-Holstein kickt fair“ vom SHFV teilnimmt.

Während also fast sicher ist, dass Hodaj gegen das Urteil Berufung einlegt – dann wird der Fall vom Verbandsgericht neu verhandelt –, dürften die anderen Urteile wohl angenommen werden. Die Verweise für Osdorfs Andreas Strehl und Schinkels Fidan Imeri haben vorerst keine weiteren Auswirkungen. Beide Spieler sollten zukünftig aber nicht mehr auffällig werden, sonst könnte eine zukünftige Sperre aufgrund des Verweises länger ausfallen.

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