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Fahrtenseglerehrung : 20 000 Meilen auf dem Meer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Segelclub Eckernförde hat Mitglieder für seglerische Leistungen im Fahrtenbereich ausgezeichnet.

Eckernförde | Es ist der größte Teil der seglerischen Aktivitäten neben dem Regattasport, der Sommer für Sommer den Yachthafen des Segelclubs Eckernförde (SCE) verwaisen und die Bootsbesitzer zu fernen Küsten und Ländern aufbrechen lässt. Die Anerkennung solcher Reisen, die durchaus mit Strapazen, Wetterunbill aber auch mit schönen Erlebnissen verbunden sind, würdigt der SCE in seiner Fahrtenseglerehrung.

Insgesamt 20  672 Seemeilen zurückgelegte Strecke reichten 14 Teilnehmer zum Wettbewerb in der vergangenen Saison ein. Am Sonnabend erhielten sie ihre Anerkennung in den Clubräumen des SCE. Die Kriterien, die von der Jury, bestehend aus Ulf Waligora und Manfred Maletzky auszuwerten waren, bezogen sich dabei auf Distanz, Seegebiet, Anzahl der angelaufenen Länder, Seemeilen unter Segel und Motor in der Saison.

„Startete die Saison im vergangenen Jahr zwar einigermaßen früh mit gutem Wetter, war es dann aber bis in den Juni recht kalt und vor allem sehr windig“, führte Jurysprecher Waligora aus. Es wurde allgemein viel gesegelt, gebadet und geankert, Wind gab es reichlich und in den Berichten wurde selten über schlechte Tage geklagt.

Groß war die Bandbreite der Berichterstattung auch in diesem Jahr, im Allgemeinen wurde festgestellt, dass gegenüber dem traditionellen Logbuch immer mehr elektronische Medien an Bord für die durchaus professionellen Berichte genutzt werden. Viele Details der Ausführungen waren erwähnenswert, so dass neben einer reinen Aufzählung der Leistung auch das vergessene Bordfahrrad in einem polnischen Hafen oder Festmachertonnen vor Russland, die in keiner Karte verzeichnet sind und nachts für Irritationen sorgten, zur Sprache kamen.

So traf man weitab vom Heimathafen andere Clubmitglieder und ärgerte sich über hohes Hafengeld, ohne adäquate Leistung dafür zu erhalten. Lag bei vielen eher das Seglerische im Vordergrund, wurde bei einigen auch sehr viel Wert auf Erholung und Erkundung der näheren Umgebung der Häfen gelegt. Gesegelt wurde vorwiegend in den dänischen und schwedischen Gewässern, aber auch sämtliche restlichen baltischen Anreinerstaaten gehörten zu den angelaufenen Ländern.

Insgesamt wurden bei den Distanzreisen zwei bronzene, eine silberne und sieben goldene Wertungen, bei den Küstenreisen einmal Bronze, Silber und Gold und bei den Seereisen Silber und Gold je zweimal vergeben, eine Motorbootreise lag zur Bewertung nicht vor. Auch wurde für manche Teilnehmer nur das Prädikat „teilgenommen“ vergeben, da entweder die Anzahl der Seemeilen oder angelaufene Häfen und Länder nicht den Bewertungskriterien entsprachen. Den Wanderpreis bei der Distanzreise erhielt die Crew der „Sommerwind“, Dorothea und Holger Müller-Daniels. Yvonne und Jörg Hülsen ersegelten sich auf ihrer „El Sueño“ den Wanderpreis bei der Küstenreise. Bei der Seereise ging der Wanderpreis an Lars Sören Wendt mit wechselnder Crew auf der „La Fee“. Er durfte auch für die meisten angelaufenen Länder den begehrten Kommodore Cup aus der Hand von Renate Hinrichsen, deren Mann den Pokal einst stiftete, entgegennehmen.



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