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Eckernförder Zeitung

24. Oktober 2017 | 01:10 Uhr

2. März und 2. November verkaufsoffen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 00:31 Uhr

Die seit diesem Jahr gültige neue Bäderregelung beschränkt den Sonntagsverkauf. Die täglichen Öffnungszeiten sind von acht auf sechs Stunden verringert - im Zeitrahmen von 11 bis 19 Uhr. Die Saison reicht vom 17. Dezember bis 8. Januar und vom 15. März bis 31.Oktober. Die Läden dürfen Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Möbel- und Autohäuser, Baumärkte und Fachmärkte für Elektrogroßgeräte dürfen nicht mehr öffnen. Die Innenstadtkaufleute und die Stadt Eckernförde als beliebtes Ausflugsziel gerade an den Wochenenden müssen mit diesen Einschränkungen und erheblichen Umsatzeinbußen leben.

Bürgermeister Jörg Sibbel hat in der Ratsversammlung am Montagabend darüber informiert, dass die Stadtverwaltung dem Antrag des Wirtschaftskreises Eckernförde entsprochen und die Öffnung der Geschäfte in der Innenstadt an den beiden außerhalb des Zeitkorridors der Bäderregelung liegenden Sonntage am 2. März und 2. November genehmigt hat. Die Kirchengemeinden St. Nicolai und Borby und der Wirtschaftskreis hätten sich auf die vorliegende Regelung geeinigt. Die Bedenken der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die in einer Stellungnahme von „rein wirtschaftlichen Interessen des Wirtschaftskreises“ sprach und den Schutz der Sonntagsruhe proklamierte und sich gegen die Sonntagsöffnung aussprach, seien in der Abwägung mit dem öffentlichen Interesse „nicht relevant“, schreibt die Verwaltung. Die Sonntagsöffnung sei durch den stark frequentierten Fischmarkt rechtlich legitimiert.

Oliver Fink (FDP) kritisierte die „Betonkopfmentalität“ der Gewerkschaft. Verdi hätte immer noch nicht begriffen, dass es um den Erhalt von Arbeitsplätzen gehe. Mit ihrer „gewerkschaftlichen Ideologie“ nehme Verdi die Gefährdung von Arbeitsplätzen in Kauf. Am vergangenen Fischmarktsonntag am 5. Februar hätten viele Besucher irritiert und verärgert auf die geschlossenen Geschäfte in der Innenstadt reagiert. Fink rechnet damit, dass viele so enttäuscht seien, dass sie künftig nicht mehr nach Eckernförde kommen würden. Die neue Bäderregelung führe zu Umsatzeinbußen im Einzelhandel und der Gastronomie und zu einer Schwächung des Tourismus-standortes Eckernförde.

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