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Green Screen : 17 neue Granitplatten für den grünen „Walk of fame“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Preisträger des Green-Screen-Festivals werden in Granitplatten auf der Strandpromenade verewigt.

shz.de von
erstellt am 18.Jul.2017 | 05:57 Uhr

Eckernförde | Jörg Magnus Pfeil und Siggi Mueller liegen seit gestern an der Strandpromenade. Besser gesagt „in“ der Promenade. Die beiden Musiker haben nämlich im vergangenen Jahr den Preis für die beste Musik beim Internationalen Naturfilmfestival Green Screen gewonnen und sind gestern mit ihrer eigenen Granitplatte im Eckernförder „Walk of fame“ geehrt worden.

Über 100 Kameraleute, Musiker, Regisseure und Filmemacher sind auf diese Weise schon verewigt worden. Zwischen Ostsee Info-Center und Strandkantine liegen alle 2,60 Meter Granitplatten im Boden, fein säuberlich von Mitarbeitern des städtischen Bauhofs in den roten Klinker eingearbeitet. Auf ihnen sind die Namen der Green-Screen-Preisträger eingemeißelt. Sie schmücken die schon vor Jahren in „Green-Screen-Promenade“ umbenannte Strandpromenade.

Und diese Ehre wird von den Naturfilmern auch als solche angesehen: Sie machen sich während des Festivals auf die Suche nach „ihrem“ Stein, schießen Fotos und verschicken das Bild an Freunde oder posten es auf Facebook. Und auch so mancher Einheimische und Gast bleibt stehen und widmet seine Aufmerksamkeit den Granitplatten.

Green Screen feiert in diesem Jahr vom 13. bis 17. September seine elfte Auflage und gleichzeitig seine siebenjährige Zusammenarbeit mit Karin Lembke. Sie ist von Beginn an eine große Anhängerin des Festivals und unterstützt es unter anderem dadurch, dass sie die Granitplatten finanziert – in diesem Jahr sind es 17 Stück, die eingearbeitet werden. „Einmal im Jahr bekomme ich Schnappatmung, wenn ich die Rechnung erhalte“, scherzt sie.

Deshalb erlaubte sie sich gestern, als bekennender Gerald-Grote-Fan einen Wunsch zu äußern: „Ich möchte, dass irgendwann eine Extraplatte eingearbeitet wird, auf der der Gründer des Festivals, Gerald Grote, gewürdigt wird.“ Dieser stieß das publikumsreichste Naturfilmfestival Deutschlands im Jahr 2005 an und leitete es bis 2016. Der so Gelobte war gestern ebenfalls bei der Verlegung der Granitplatten dabei – auf Einladung Karin Lembkes.

Doch er räumte das Feld sofort für seinen Nachfolger Dirk Steffens. Der Moderator der ZDF-Wissenschaftssendung „Terra X“ fand den Eckernförder „Walk of fame“ eine „sehr exklusive Idee“, zu der eine Gerald-Grote-Platte gut passen würde. Und auch für eine Platte mit Karin Lembkes Namen sieht er noch genügend Platz. Noch. Denn die Promenade ist in ihrer Länge begrenzt. „Entweder muss die Stadt ihre Promenade verlängern“, scherzte Steffens, „oder wir dürfen irgendwann nicht mehr alle Preisträger verewigen.“

>www.greenscreen-festival.de

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