Getränke Behn : 16 500 Euro für die Schulen

Haben die neue neue Tischtennisplatte eingeweiht (v.l.): Johann-Christoph Alsen, Margrit Behn, Katharina Rottscholl und Rüdiger Behn.
Haben die neue neue Tischtennisplatte eingeweiht (v.l.): Johann-Christoph Alsen, Margrit Behn, Katharina Rottscholl und Rüdiger Behn.

Das Familienunternehmen hat sich Spenden statt Geschenke zum Firmenjubiläum gewünscht und sie an Eckernförder Schulen weitergegeben.

shz.de von
19. Juni 2018, 06:02 Uhr

Spenden statt Geschenke – das Motto des Getränkeunternehmens Behn zu seinem 125-jährigen Bestehen haben die Gäste wörtlich genommen und im vergangenen Jahr fleißig gegeben. Insgesamt kamen bei den Festveranstaltungen 16 500 Euro zusammen, die das Familienunternehmen gleichmäßig auf die Fördervereine der elf Eckernförder Schulen verteilt hat – vom Förderzentrum bis zum Gymnasium. Jeder Verein erhielt einen vierstelligen Betrag.

„In den Schulen sitzt unsere Zukunft“, sagte gestern Rüdiger Behn, der zusammen mit seinem Bruder Waldemar das Unternehmen leitet, das so bekannte Marken wie Kleiner Feigling, Küstennebel, Dooley’s und Danzka Wodka herstellt und vertreibt. „Die Schulen müssen so gut es geht gefördert werden. Und einen kleinen Bedarf außerhalb der staatlichen Förderung gibt es immer.“ Tatsächlich: Jede Schule wusste sofort, wofür sie das Geld verwenden würde – vom Tanzprojekt über einen Segeltörn bis zur Anschaffung einer neuen wetterfesten Tischtennisplatte aus Beton.

Für diese hat sich die Gudewerdtschule entschieden. „Wir haben schon zwei davon“, sagt Schülersprecherin Katharina Rottscholl. „Sie werden viel genutzt, und wir können sehr gut noch eine dritte gebrauchen.“

Bei der Gelegenheit kamen die Behn-Geschäftsführer mit der Schulleitung ins Gespräch und luden das gesamte Kollegium zu einer Betriebsbesichtigung ein. Daraus könnte sich eine künftige engere Zusammenarbeit ergeben. „Uns liegt daran, uns mit den Schulen zu vernetzen“, so Rüdiger Behn. „Es muss mehr Wirtschaftswissen in die Schulen transportiert werden.“ Das sagt er aus eigener Erfahrung: Es werde immer schwieriger, den eigenen Firmennachwuchs mit entsprechendem Vorwissen zu generieren.

Schulleiter Johann-Christoph Alsen stimmt ihm zu: „Es ist gut, wenn jeder Schüler gefördert wird und einen möglichst hohen Schulabschluss ablegt, aber genauso werden Menschen gebraucht, die eine Lehre absolvieren und sich Kenntnisse aneignen, um später einen Betrieb zu übernehmen. Handwerk hat noch immer goldenen Boden.“

Das Unternehmen Behn bietet Schülern Praktikumsplätze an und kann sich auch Projektarbeiten vorstellen. „Wir stellen jedes Jahr zwei Auszubildende zum Industriekaufmann oder -kauffrau ein“, so Rüdiger Behn. „Alle drei Jahre bieten wir zudem ein duales Studium für eine kaufmännische Ausbildung an. Und wir suchen jedes Jahr einen Auszubildenden zum Lagerfachwirt. Wir würden uns freuen, wenn wir unseren Nachwuchs aus den Eckernförder Schulen generieren könnten.“

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