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Zirkus Zapp Zarap : 152 Grundschüler suchen den Nervenkitzel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der EMTV macht es zu seinem 150. Geburtstag möglich: Kinder können in einem Zirkusprojekt auf Seilen tanzen und über Nägelbretter gehen. Am Sonnabend zeigen die jungen Artisten, was sie in dieser Woche gelernt haben.

Einmal im Zirkus in der Manege stehen: Welches Kind hegt nicht diesen Wunsch? Im Rahmen seines 150-jährigen Jubiläums macht es der Eckernfördern Männerturnverein (EMTV) von 1864 für Schüler und Vereinsmitglieder möglich – mit dem Projektzirkus „Zapp Zarap“. Das Zelt steht seit zwei Tagen auf dem Platz „Letzte Pappel“ in Borby.

Hochseilakrobatik, Feuershow, Zauberei, Seillaufen oder sich als Fakir auf dem Nagelbrett präsentieren – es sind 20 Disziplinen aus der Zirkuswelt, die 107 Kinder aus den Klassen 1 bis 3 der Richard-Vosgerau-Schule und 45 Kinder aus der Fritz-Reuter-Schule im Rahmen einer Projektwoche vormittags im Zirkus einstudieren und am Sonnabend zum Abschluss präsentieren. Wie die Übungen aussehen, mussten sich 38 Teamer aus Eltern und Lehrern eine Woche zuvor aneignen, um den Kindern die sichere Hilfestellung zu geben.

„Die Akrobatik bringt ganz viel für die soziale Kompetenz, weil man sich gegenseitig vertrauen muss“, beschreibt Christine Horns, Lehrerin an der Richard-Vosgerau-Schule. So ist das gemeinsame Besteigen einer beidseitigen neunstufigen Leiter an sich nichts Besonderes. Wenn diese aber oben nicht verbunden ist und die Kinder sich darauf verlassen müssen, dass die anderen Mitkletterer festhalten, birgt dies ganz neue Aspekte. Um eine Erfahrung reicher waren die Kinder, die es zunächst mit Skepsis zum Nagelbrett zog. Barfuß stehend oder im Schneidersitz, selbst auf dem Bauch liegend testeten sie die nach oben stehenden Spitzen aus. „Im Schneidersitz tat es mehr an den Füßen weh als am Hintern“, konnte Simon Zimmermann (9) berichten. Ist der körperliche Geschicklichkeitsanspruch schon für viele Kinder eine Herausforderung, sieht Zirkusmitarbeiter Ivo Lindemann den größten Anspruch darin, sich am Ende der Woche vor 300 Zuschauern zu präsentieren. „Das ist für die meisten Kinder die wesentliche Grenzerfahrung.“

Eine ganze Woche nutzen die angemeldeten Schulen den Zirkus als Projektangebot am Vormittag. Nachmittags haben die Sparten des EMTV und angemeldete Kinder Gelegenheit, sich als Zirkuskünstler zu üben. „Es ist schade, dass der Zuspruch außerhalb der Schulen so gering ist,“ bedauert EMTV-Kassenwart Helmut Appel, der den fünfstelligen Betrag für das Projekt trotzdem gut angelegt sieht. Mit Spannung erwarten nicht nur die Teamer, sondern auch Eltern die Präsentation, die für die Schulen am Sonnabend um 10 Uhr und für den Sportverein um 15 Uhr im Zirkuszelt an der Letzten Pappel präsentiert wird.

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