zur Navigation springen

blutspende : 150. Spende – 75 Liter Blut können Leben retten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Fleißiger Blutspender spendet seit seinem 18. Lebensjahr.

Loose | Sein vorbildliches Engagement hat vielen Menschen das Leben gerettet. Wolfgang Herda leistete vorgestern seine 150. Blutspende für das Rote Kreuz. 150mal einen halben Liter Blut abzugeben heißt 112,5 Stunden Zeit übrig zu haben, um sich unentgeltlich und uneigennützig für die Gesundheit seiner Mitmenschen einsetzen. 150 Blutspenden bedeutet, dass Herda insgesamt 75 Liter des eigenen Blutes gespendet hat. Seit seinem 18. Lebensjahr ist der gebürtige Bayer überzeugter Blutspender: „Mich hat damals ein Freund zum Bayrischen Roten Kreuz mitgeschleppt, der hat so cool getan, ist dann aber in Ohnmacht gefallen. Ich wollte ihm helfen, und bin dann auch aus den Puschen gekippt. Damals waren es noch Feldbetten, auf denen man gelegen hat. Auf den Schuhsohlen wurde die Zeit geschrieben, damit man die Ruhezeit einhält. Also der Anfang war nicht so rühmlich“, erinnert sich der 64-Jährige.

Gelassen lässt sich Wolfgang Herda von Punktionsassistentin Annekatrin Wollesen die Nadel setzen. Das Blutspenden hat in Herdas Leben einen festen Platz eingenommen. Seine Berufstätigkeit führte ihn oft ins Ausland, was eine Terminplanung in Sachen Blutspenden nicht erleichterte. Dafür ist er bis zu 60 Kilometer im Umkreis von Eckernförde zu Spendenterminen gefahren. Einmal sei er sogar bis nach Hohenwestedt gefahren: „Zwischen den Spenden müssen 93 Tage Ruhezeit liegen. Ich hatte mich um einen Tag vertan und musste unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren“, so Herda.

Für Herda ist es nicht nur selbstverständlich Mitmenschen zu helfen, sondern er betont, dass der nützliche Nebeneffekt, nämlich der persönliche Gesundheitscheck, etwas Positives hat: „ Es ist ein großes Glück, das man gesund ist und spenden kann“. Teamärztin Bettina Schönknecht weist daraufhin, dass Wolfgang Herda mit der Blutgruppe A Rhesus negativ zu einer sehr seltenen Gruppierung gehört. Weltweit gibt es diese Blutgruppe zu drei Prozent, in Deutschland nur zwei Prozent. Aus seiner Vollblutspende werden drei Präparate gewonnen, auf die viele Patienten zum Überleben angewiesen sind: Erythrozyten, Thrombozyten und Blutplasma. Für diesen außergewöhnlichen Einsatz dankt nicht nur der Ortsverein Loose dem Jubiliar, sondern auch Jan-Christian Weck vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost. Eine Einladung zur offiziellen Ehrung durch den Präsidenten des DRK Schleswig-Holstein folgt. „2014 gab es nur 16 Personen, die 150 mal gespendet haben, und 200 Blutspender, die 100 mal gespendet haben.“ Herda dankte den Mitgliedern des DRK Loose: „Mir ist es wichtig, dass diesem Team gedankt wird, denn sie muntern einen immer wieder auf zu kommen.“ Mit viel Engagement und familiärer Fürsorge ist das DRK unter dem Vorsitz von Christa Fey zur Stelle. Birka Bremer, Ellen Heilmann, Gerda Jürgensen, Renate Behrens und Margrit Schröder sorgen für das leibliche Wohl im Anschluss an die Spende.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen