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1300 Euro für die Schulkasse und eine starke Gemeinschaft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 06:37 Uhr

Die Premiere ist geglückt: Kurz nachdem der Herbstmarkt in der Grundschule seine Pforten öffnete, waren der Schulhof mit den Flohmarktständen der Kinder und die Klassenräume bereits mit zahlreichen Besuchern gefüllt. Die Schlange vor den Losverkäufern der Tombola war lang, denn jedes Los gewann. Zu den 658 Preisen zählten verschiedene Gutscheine, Bücher, Spiele, Tauchbrillen, CDs oder auch eine elektrische Zahnbürste.

„Meine Frau war schon häufig in der Schule, aber dass sie oben an der Hauptstraße parken musste, weil überall Autos standen, hatte sie noch nie erlebt“, berichtet Schulleiter Eckard Ochernal. „Der Zulauf ist einfach genial.“ Auch Stefanie Völschow freut sich, dass so viele am Sonntag in die Schule kamen. Sie hatte mit Martina Härtling die Idee gehabt, diesen Markt zu veranstalten. Die beiden Mütter sprachen viele Leute an, suchten Sachspenden und Aussteller. Wichtig sei gewesen, dass alles selbst gemacht wurde. „Ich habe sofort ja gesagt, als ich gefragt wurde“, sagte Ulrike Hügel. „Die Materialien für meine Herbstkränze habe ich alle beim Spaziergang mit meinem Hund gesammelt. Mit den Ausmaßen hier hatte ich nicht gerechnet. Es ist aber eine ganz tolle Atmosphäre.“ Die zweite Klasse fertigte bunte Futterglocken für die Vögel. Viertklässler Marten Anhalt regelte den Verkauf: „Ich mache es gerne, damit die Schule ein bisschen Geld in die Kasse bekommt.“

Segelschiffe aus Holz, selbstgenähte Handtücher, Säfte, Backmischungen, Schmuck oder Puppenkleider – an 25 Ständen war die Auswahl groß. „Ich hätte nicht so ein reichhaltiges Angebot erwartet“, stellte Karin Blötz-Daudert fest. Beeindruckt schaute sich Doris Heinemann die selbstgemachte Barbiepuppenbekleidung an. „Das ist ja Wahnsinn.“ Denn aufwendig genähte Ballkleider, Kostüme, Jacken oder Hosen, schneidert Schulsekretärin Gabriele Loyal den Puppen auf den Leib. „Ich habe eine Vorliebe für diese kleinen Damen. Ihnen Kleidung zu nähen ist mein Winterhobby, wenn die Gartenarbeit ruht.“

Rund 1300 Euro aus dem Verkauf fließen in die Schulkasse. „Der Erfolg war größer, als wir uns in den kühnsten Träumen ausgemalt haben“, so Ochernal. „Es ist sehr schön, dass so viele Eltern und Lehrer zusammengearbeitet haben. Das bedeutet eine große Stärkung des Gemeinschaftsgefühls.“

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