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Flüchtlinge kommen nach Borgstedt : 13 Mobilheime und ein Waschhaus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Stein-auf-Stein-Wohnraum für Flüchtlinge erst 2017 realisierbar / Gemeinde Borgstedt sucht helfende Hände

Borgstedt | Am Torfweg in Borgstedt sollen Flüchtlingsunterkünfte entstehen. Über die Pläne informierte Bürgermeister Gero Neidlinger am Donnerstagabend in einer Einwohnerversammlung in der Grundschule rund 300 interessierte Bürger.

Auf einer 3500 Quadratmeter großen Fläche am Westrand der Gemeinde, die das Amt Hüttener Berge gepachtet hat, sollen so genannte Mobilheime aufgestellt werden, die jeweils Platz für maximal vier Personen bieten. Neben den 13 Mobilheimen wird es ein zentrales Waschhaus mit Waschmaschinen geben. In der kommenden Woche soll damit begonnen werden, die Fläche für das Aufstellen der Unterkünfte vorzubereiten. Danach werden die Ver- und Entsorgungsleitungen gelegt. Noch im Dezember sollen die ersten Flüchtlinge dort einziehen.

Neben diesem Grundstück und direkt an die bestehende Bebauung anschließend hat die Gemeinde eine 3000 Quadratmeter große Fläche erworben. Hier soll „Stein auf Stein“ Wohnraum für eine langfristige Nutzung entstehen. Geplant sind drei Gebäude mit jeweils sechs Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmetern Wohnfläche. Mitte 2017 könnten diese Wohnungen bezugsfertig sein. „Eventuell können dann die Menschen aus den Mobilheimen dorthin umziehen“, erklärte Neidlinger. Bei höheren Flüchtlingszahlen müssten die mobilen Unterkünfte aber längerfristig stehen bleiben.

Einige Einwohner kritisierten die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen, durch die „Probleme vorprogrammiert seien“. Neidlinger machte deutlich, dass die Gemeinde trotz intensiver Suche keine geeigneten Wohnungen für eine dezentrale Unterbringung gefunden habe. Auch das Aufstellen der Mobilheime an Einzelstandorten sei nicht möglich, weil dazu benötigte Flächen nicht vorhanden seien. „Wenn mir heute Abend 15 Wohnungen zur Anmietung angeboten würden, wäre das Problem erledigt“, sagte Neidlinger. Die Gemeinde Borgstedt hat bisher keine Flüchtlinge aufgenommen. Laut Quotierung des Amtes Hüttener Berge würde Borgstedt in diesem Jahr 26 Flüchtlinge zugewiesen bekommen, dieselbe Anzahl auch im nächsten Jahr.

Um den Flüchtlingen ein gutes Einleben in Borgstedt zu erleichtern, werden „helfende Hände“ gesucht. In der Einwohnerversammlung wurden Fragebögen verteilt, um ehrenamtliche Helfer zu finden. Zudem will die Gemeinde mit den Vereinen und Verbänden Gespräche über deren Unterstützungsmöglichkeiten führen.

„Ich hoffe, dass wir ein gastfreundliches Dorf sind“, sagte Gero Neidlinger. „Wenn sich die Flüchtlinge durch unser Verhalten wohlfühlen, gibt es keine Probleme.“

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