100-fache Tanzfreude pur

Die kleinen Ballerinen zeigten viel Tanzfreude.
Die kleinen Ballerinen zeigten viel Tanzfreude.

Rund 100 strahlende junge Tänzerinnen der Ballettschule von Helmke Frenzel stellten am Sonnabend in zwei Aufführungen die aktuelle Inszenierung "Die Bienenkönigin" dem begeistertem Publikum vor.

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15. Juni 2009, 09:37 Uhr

Eckernförde | Gleich zwei Aufführungen der Ballettschule im Fitness-Center "California" in der gefüllten Eckernförder Stadthalle boten einen spannenden Einblick in die aktuelle Ballettarbeit der Eleven.

Mit dem Stück "Die Bienenkönigin" überzeugten rund 100 Akteurinnen ihr Publikum und zeigten, wie viel Spaß es machen kann, die einzelnen Figuren zu tanzen.

Dabei hatte Helmke Frenzel, seit 1976 als Lehrerin für Gymnastik und Tanz in Eckernförde, das Stück "Die Bienenkönigin" aus der Feder der Gebrüder Grimm herausgesucht, und eine entsprechende Choreographie erarbeitet.

Mit entsprechenden zauberhaften Kostümen, mal gelb-schwarz als kleine Biene, mal quietschrot als Ameisen, zumeist selbst entwickelt und genäht, wirbelten sie über die Bühne. Dank ausgefeilter Beleuchtungstechnik gelang es den jungen Balletttänzerinnen schnell, sich in die Herzen des gesamten Publikums zu tanzen.

Die Mädchen im Alter von viereinhalb bis 19 Jahre zeigten selbstsicher ihre tänzerischen und auch schauspielerischen Fähigkeiten, je nach Leistungsstufe. Während des bei den jüngsten Darstellerinnen vor allem um die Freude am Tanz und an der Bewegung ging, überzeugten die älteren Balletttänzerinnen auch, wie Anmut und Körperbeherrschung ins Blut übergehen können.

Das Stück, angelehnt an das Grimmsche Märchen "Die Bienenkönigin", erzählt von drei Brüdern, unter ihnen ein Dümmling, die die Welt erkunden wollen. Gerade dieser Dümmling ist es, der seine zwei Brüder davon abhält, Enten zu erschießen, Ameisen zu zertreten oder gar einen Bienenkorb zu zerstören. Mit Hilfe dieses Dümmlings kann am Ende ein Rätsel gelöst werden und es gibt mit Unterstützung aller Tiere ein Happy End.

Ballettlehrerin Helmke Frenzel erklärte, dass alle zwei Jahre eine Inszenierung entwickelt wird. "Das ist ziemlich viel Arbeit", gesteht sie lächelnd, "aber es macht mich auch sehr glücklich zu sehen, wie die Tänzerinnen selbständig werden. Wir bieten hier Laienunterricht, jeder soll Spaß haben, egal in welcher Leistungsstufe. Ich lasse den Schülerinnen die Freiheit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln!"

Heute sei der Stellenwert des Balletts in der Gesellschaft sehr hoch. Allerdings müsse man auf vielen Ebenen versuchen, die Schüler für das Ballett zu interessieren. Das sei auch Aufgabe der Eltern und der Schulen.

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