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stadt unterstützt kirche : 100 000 Euro für Kirchensanierung

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport stimmte am Dienstag dem Zuschussantrag der Kirchengemeinde St. Nicolai zu. Politiker bescheinigen dem Gebäude einen hohen Stellenwert für die Stadt.

shz.de von
erstellt am 29.Jun.2017 | 05:39 Uhr

Eckernförde | Geht es nach dem Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport, nimmt die Stadt 100  000 Euro in die Hand, um die Sanierung der St.-Nicolai-Kirche zu unterstützen.

Baugerüste und zahlreiche Handwerker, die auf dem Dach der Kirche arbeiten, zeugen von einer regen Bautätigkeit. Seit rund einem Jahr wird die Kirche von Grund auf saniert. Sowohl die Fassaden des Ost- und Westgiebels als auch das 1800 Quadratmeter große Dach, die Glocke samt Glockenstuhl, der Turm und der Innenraum werden instandgesetzt, erneuert oder renoviert. Das Bauvorhaben kostet insgesamt 1,9 Millionen Euro. 640  600 Euro kommen von der Kirchengemeinde St. Nicolai selbst, der Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde gibt 924  400 Euro, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KIBA) fördert das Projekt mit 30  000 Euro. 200  000 Euro sollen von privaten Stiftungen kommen. So verbleibt eine Restsumme von 100  000 Euro. Um diese Summe warb Pastor Dirk Homrighausen, Vorsitzender des Kirchengemeinderates von St. Nicolai und in dieser Funktion Leiter des Sanierungsprojekts, am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport. Vorsitzender Reiner Bunte (SPD) gab ihm Gelegenheit, seinen Zuschussantrag ausführlich zu begründen.

„Die Kirche ist weit mehr als nur ein reinlich kirchliches Veranstaltungsgebäude. Sie ist ein offener Raum für alle Menschen, ein Ort der Ruhe mitten in der Stadt“, sagte Homrighausen. Regelmäßig fungiere die Kirche als Konzertraum, selbst Green Screen-Vorführungen hätten dort schon stattgefunden. Die Sanierungskosten von knapp 2 Millionen Euro erklärte er mit dem Charakter der Kirche selbst. „Wir haben es mit einem außergewöhnlichen historischen Bauwerk zu tun, dessen Sanierung wirkliche Handwerkskunst erfordert“, so Homrighausen.

Alle Fraktionen sprachen sich für einen Zuschuss für die Sanierung aus. „Wir gewinnen an Wert hinzu“, machte Ratsfrau Diana Thomas für die CDU-Fraktion deutlich. „Dieses Gebäude ist unbedingt erhaltenswürdig. Wir dürfen das hier nicht zerreden“, sagte Ratsherr Jörg Meyer für die SPD. Vom „Fremdschämen“ sprach auch Susanne Molt (FDP/SSW), „die Stadt kann sich hier nicht wegducken.“ Alle drei bezogen sich auf eine vorherige Aussage von Matthias Huber (Bürger-Forum), der die Kirche mit einem Unternehmen verglich, das zudem schuldenfrei sei. „Ich habe da so ein bisschen Schwierigkeiten mit“, sagte Huber und verwies auf Schulen und Vereine, die ebenfalls auf die Unterstützung der Stadt angewiesen seien. Zudem wies er auf das noch immer bestehende Problem der Mülltonnen auf dem Kirchplatz hin.

Es wird ein neues Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Nicolai geben. Der Standort sei aber noch völlig ungeklärt, sagte Pastor Homrighausen. Es gebe vier Alternativen: einen Anbau am Langlohaus in der Kieler Straße, die Suche nach einem bereits bestehenden Objekt, einen Neubau im Zuge der Noorbebauung oder auf dem Kirchplatz. Entscheidend bei der Standortsuche sei die Nähe zur Innenstadt. Noch bleibe das Gemeindehaus Brookhörn bestehen. Ob langfristig zwei Gemeindehäuser parallel gehalten werden können, hänge auch von der Personalsituation ab.

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