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Eckernförder Zeitung

18. Dezember 2017 | 17:53 Uhr

Enten-Meer : 10 000 Enten zu Gast in Altenholz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kieler Lions-Club bereiten Verkauf der Gummitierchen vor, die beim Rennen auf der Förde für den guten Zweck an den Start gehen / Verkauf ab 1. März

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erstellt am 13.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Gelbe Gummienten so weit das Auge reicht. Sie sollen am Sonntag, 11. Mai, beim 9. Entenrennen der sechs Kieler Lions-Clubs und der Nachwuchsorganisation, der Leos, auf der Kieler Förde schwimmen. Doch bevor sich die 10 000 Gummienten auf den etwa 200 Meter langen Weg durch das kühle Nass machen, gibt es eine Menge zu tun. Unter anderem müssen alle mit einer Startnummer versehen werden. An drei Tagen versammelten sich zahlreiche Helfer im Gemeindezentrum, um die Enten für den Verkauf fertig zu machen.

„Eigentlich sollen vier Leute von jedem Club dabei sein, aber komischerweise sind wir immer viel mehr“, sagt Marlis Halft lachend. Und das sei auch gut so, denn es dauert seine Zeit. Jede Ente wird mit einer Nummer versehen, um mit dem dazugehörigen Teilnahmeschein und den Spielregeln in eine kleine Tüte zu wandern. Ab 1. März können sie in zahlreichen Apotheken und Geschäften in und um Kiel für 5 Euro erworben werden. „Wir kaufen immer Enten für unsere Kinder und Enkelkinder und haben auch schon etwas gewonnen“, erzählt Editha Weiß, die mit ihrem Ehemann Peter seit Jahren bei den Vorbereitungen hilft. „Eine Ente ist auch ein schönes Mitbringsel, wenn man irgendwo eingeladen ist“, merkt Peter Weiß an.

Bisher fand das „Losnummerkleben“ immer im „Holsteiner“ in Kiel statt. Durch eine Umgestaltung der Lokalität, sei nun aber kein geeigneter Raum mehr vorhanden, berichtet Marlis Halft. „Es ist nicht so einfach, etwas zu finden, weil wir mit den Sachen zwischen den Arbeitstagen irgendwo hinmüssen. Wir haben im vergangenen Jahr extra einen Lkw als Materiallager gemietet. Die Räumlichkeiten hier in Altenholz sind super – noch besser als in Kiel.“ Entenausschuss-Mitglied Olaf Kahlke hatte die Idee und ging auf den Altenholzer Bürgermeister zu. „Ich finde die Aktion klasse“, war Carlo Ehrich gerne bereit zu helfen. In erster Linie, weil es für einen guten Zweck sei, aber auch, weil Ministerpräsident Torsten Albig seit 2010 als Schirmherr fungiert. Bei den vergangenen acht Entenrennen kamen jedes Jahr zwischen 51 000 und knapp 70 000 Euro zusammen, so dass bisher insgesamt über 490 000 Euro gespendet werden konnten. Auf Unterstützung freut sich nun das „St. Antoniushaus“ unter der Trägerschaft des Sozialdienstes katholischer Frauen Kiel. Die „Spielstraße“ des Kinder- und Jugendhauses müsse nach vierzigjähriger Nutzung umgestaltet werden, da die Atmosphäre in dem überdachten Areal nüchtern, dunkel und zugig sei, erzählt die Geschäftsführerin des Sozialdienstes Claudia Hobrecht. „Wir wollen mit Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner eine freundliche Umgebung mit Anreizen zum Verweilen und zu Begegnungen in Spiel und Aktivitäten schaffen. Die bestehenden Möglichkeiten motorischer, sozialer und kognitiver Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen sollen im Sinne einer ganzheitlichen Förderung sinnvoll ergänzt werden. Dieses Projekt ist für uns ein Meilenstein in der Förderung, Teilhabe und Selbstbestimmung.“

Solche und andere ähnliche Dinge zu unterstützen sei der Grund gewesen, weshalb sich Paulina Gogol (16) im September 2013 entschlossen hätte, sich den „Leos" anzuschließen. „Man muss schließlich früh anfangen“, sagt die Westerrönfelderin. „Ich engagiere mich gerne sozial. Beim Leo Club verbindet man Spaß mit einem guten Zweck. Das gefällt mir sehr gut.“

> Weitere Informationen unter www.entenrennen-kiel.de


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