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Maikundgebung in Eckernförde : 1. Mai – DGB ruft zur Solidarität aller Schichten auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Horst Kunze, DGB Eckernförde, für Erhalt der Geburtenhilfe und Kinderstation an der Imland Klinik

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2017 | 07:22 Uhr

Eckernförde | Sie kämpfen für eine soziale, tolerante, demokratische und solidarische Gesellschaft – traditionell rufen der DGB und seine Einzelgewerkschaften am Tag der internationalen Arbeiterbewegung, am 1. Mai, bundesweit zu Demonstrationen und Kundgebungen auf. Unter dem diesjährigen Motto „Wir sind viele – wir sind eins“ stand gestern auch die Kundgebung des DGB in Eckernförde.

Im Ostseebad starten die 1. Mai-Feierlichkeiten traditionell am Gedenkstein am Petersberg. Vor dem Hintergrund der Opfer des Kapp-Putsches, des Sturms auf das Gewerkschaftshaus und des Faschismus warnte der DGB-Vorsitzende Horst Kunze in seiner Begrüßung vor dem rechten Populismus, der ihn an „völkische Propaganda“ erinnere: „Wer seine eigene Geschichte nicht kennt, wird immer wieder denselben Fehler machen.“

Er forderte Solidarität mit allen Teilen der Gesellschaft, die geflüchtete Menschen miteinbeziehe. „Grenzen gibt es nur zwischen arm und reich.“ Er erinnerte daran, dass die zehn reichsten Familien in Deutschland 160 Milliarden Euro verdienten: „Da ist die Grenze.“ Er appellierte an die knapp 100 Teilnehmer: „Geht zur Wahl, wählt demokratisch.“ Unter den Zuhörern waren auch die Europaabgeordnete Ulrike Rodust, Sönke Rix (MdB) und Serpil Midyatli (MdL). Unter der musikalischen Begleitung der Drums  &Pipes marschierte der Zug anschließend zum Rathausmarkt, wo sich rund 300 Interessierte versammelten. Solidarisch zeigte sich der DGB-Vorsitzende Horst Kunze in seiner Begrüßungsrede auf dem Rathausmarkt auch mit der Geburtshilfe und der Kinderstation in der Imland Klinik. Er forderte mit Nachdruck den Erhalt beider Stationen. Mit Hinblick auf den Einzugsbereich der Imland Klinik, der rund 40  000 Menschen umfasst, forderte er: „Gesundheit darf nicht Ware sein.“ Er bescheinigte den Kreistagspolitikern eine merkwürdige Verhaltensweise in Bezug auf ihre Vorgehensweise in Sachen Geburtenhilfe und Kinderstation: „Man muss die Politiker dringend fragen, was sie sich dabei denken.“ Solidarität bedeutet für Kunze auch bezahlbarer Wohnraum für alle. Vor diesem Hintergrund dankte er der Ratsversammlung, dass sie sich bei dem Wohnungsbauprojekt im Prinzenpark in Borby für den sozialen Wohnungsbau stark mache.

Die traditionelle Mairede hielt die stellvertretende Landesvorsitzde der GEW, Katja Coordes. Die Gewerkschaften wollten ein Zeichen setzen für sichere und gute Arbeit in der Zukunft, für soziale Sicherheit und soziale Gerechtigkeit, für Zukunftsinvestitionen in einen handlungsfähigen Staat sowie für Europa und faire Globalisierung, sagte Coordes. Das Motto „Wir sind viele, wir sind eins“ erklärte sie mit Blick auf die Landtagswahl am 7. Mai und die Bundestagswahl am 24. September: „Das ist unsere Kampfansage an die Feinde unserer Demokratie.“

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