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FUSSBALL-KREISLIGA : 1. FC Schinkel: Sieben Spieler suspendiert, zwei gehen freiwillig

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Auf Bitten der Spieler gibt der 1. FC Schinkel in der Fußball-Kreisliga Rendsburg-Eckernförde nach seinen Suspendierungen keine Namen bekannt. Trainer Lars Dubau sagt: „Es gibt einfach Dinge, die nicht zu entschuldigen sind“.

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erstellt am 05.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Am Donnerstagmorgen hat Fußball-Kreisligist 1. FC Schinkel endgültig Konsequenzen aus dem Spieleraufstand gegen Trainer Lars Dubau gezogen, der sich vor dem Auswärtsspiel beim ESV II zugetragen hatte. Alle sieben Spieler, die in den Eklat involviert waren, wurden vom Verein suspendiert. Sie werden aus dem Klub ausgeschlossen. Dazu haben sich zwei weitere Spieler solidarisch mit ihren Mitspielern gezeigt, und verlassen den FC von sich aus. „Das ist ein konsequenter Schritt, der leider notwendig war“, sagt Dubau.

Der Coach, der fast alle Spieler selbst zum FC holte, ist über den Schritt keineswegs glücklich, hielt ihn aber für unumgänglich: „Da sind liebe und nette Menschen bei. Fünf von den Spielern würde ich zu meinem Geburtstag einladen.“ Doch eine solche Undiszipliniertheit musste eben Folgen haben. „Es gab Restzweifel, was das Vertrauen untereinander angeht. Außerdem gibt es einfach Dinge, die nicht zu entschuldigen sind“, so Dubau weiter.

Der Verein werde auf Bitten der betroffenen Spieler die Namen nicht bekannt geben. „Das hat persönliche und familiäre Gründe“, erklärt Dubau. Er selber war dafür verantwortlich, dass es eine endgültige Entscheidung erst gestern gab. Er erklärt: „Im Gespräch mit der gesamten Mannschaft am Dienstagabend habe ich bei einigen gesehen, dass sie sich vor allen nicht getraut haben, etwas zu sagen. Deshalb habe ich beschlossen, am Mittwoch erst noch einige Vier-Augen-Gespräche zu führen.“ Wie es zum Eklat kam, wer der Initiator und wer der Wortführer war – alles konnte sauber aufgearbeitet werden. Und mehreren Spielern nimmt Dubau es auch ab, dass es ihnen leid tut, doch am Entschluss änderte es nichts. „Es ist eben nichts rausgekommen, was das Geschehene relativert hätte“, sagt Dubau, der mit diesem Schritt darauf hofft, wieder zu einem besseren Vereinsimage zu kommen.

Rein sportlich betrachtet wiegen die Abgänge schwer, da nach EZ-Informationen fast alle Akteure zum Stammpersonal gehören. „Durch diesen Schritt sind wir die Rolle eines Meisterschaftsanwärters natürlich los“, sagt Dubau und nimmt damit Druck von der Mannschaft. Die ist mit nun noch 16 Spielern immer noch schlagkräftig und verfügt unter anderem über die vier ehemaligen A-Jugendspieler des TSV Altenholz. „Ich bin gespannt, wie sich einige Spieler jetzt entwickeln“, sagt Dubau. Er sieht durch den Umbruch auch eine Chance für die Spieler in der zweiten Reihe.

Kurios: Die ehemaligen FC-Spieler sind wohl trotz der negativen Schlagzeilen begehrt. Nur eine halbe Stunde nachdem der Verein den Spielern die Trennung bekannt gab, meldete sich der erste Klub aus dem Kreis und erkundigte sich über eine mögliche Verpflichtung im Winter.

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