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Eckernförder Zeitung

18. Oktober 2017 | 04:19 Uhr

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

von
erstellt am 18.Sep.2013 | 00:32 Uhr

Es ist noch nicht zu spät



Zu: Neues Geschäftshaus steht wieder zum Verkauf, EZ v. 4. 9.

Das Foto zum Artikel ist unterschrieben: „An der Fassade des neuen Geschäftshauses in der Kieler Straße scheiden sich die Geister.“ Ja, so ist es. Viele Passanten äußern sich befremdet bis ablehnend. Meist nicht, weil das neue Gebäude „modern“ ist, sondern weil sie finden, der massige graue Baukörper dominiere seine Umgebung in gar zu aggressiver Weise. Weiter lesen wir, dass das Geschäftshaus bereits wieder zum Verkauf angeboten wird, bevor es noch ganz fertig gestellt ist. Das Bürger-Forum beklagt „ein Beispiel von Turbokapitalismus mitten im Herzen unserer Stadt“, während der Investor sich auf gängige Geschäftspraktiken beruft. Er wehrt sich mit guten Gründen, denn bekanntlich ist das Streben nach dem optimalen Profit das Hauptkennzeichen in einem kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem.

Von unseren gewählten politischen Vertretern dürfen wir aaber erwarten, dass sie das Gemeinwohl im Auge behalten und dem Eigennutz Grenzen setzen, wie es auch unser Grundgesetz mit dem Artikel 14 (Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen) vorgibt. Nicht zum ersten Mal erweist es sich als politischer Fehler, dass die Kieler Straße 1978 vom Geltungsbereich der Gestaltungssatzung ausgenommen wurde. Denn damit hat man sich leider selbst eines der ohnehin nicht zahlreichen Instrumente zum Ausgleich der Interessen im öffentlichen Raum der Stadt beraubt. Es ist aber noch nicht zu spät, die falsche Entscheidung von damals zu korrigieren. Andere Kommunen sind bereits vorangegangen. Das Beispiel Flensburg mit seinen von Einheimischen wie Touristen gern besuchten innerstädtischen Einkaufsstraßen zeigt, dass gestalterische Vorgaben die Attraktivität durchaus erhöhen können, ohne die Freiheit der Hausbesitzer unangemessen einzuengen. Nur sollte sich die fällige Auseinandersetzung über eine Überarbeitung unserer Gestaltungssatzung nicht mehr allzu lange hinziehen. Angesichts der derzeitigen Niedrigzinspolitik und den großen Mengen an Geld, für die lukrative Verwertungsmöglichkeiten gesucht werden, könnte es sonst vielleicht bald schon nicht mehr so heißen wie in der Verkaufsanzeige für die Immobilie: In einer intakten, charmanten Innenstadt gelegen.

Undankbares Verhalten



Zu: Abschluss Green Screen

In den vergangenen Wochen hatte ich mit der Koordination der Busse für die Schulen sehr viel zu tun, damit auch alle Schüler, die sich angemeldet hatten, befördert werden konnten. Alles hat geklappt und nun könnte ich mich zurücklehnen und über die geleistete Arbeit freuen.

Jedoch gab es noch ein Nachspiel, das mich sehr betroffen machte. Schüler einer 7. und 8. Klasse, die am Montag preisgekrönte Filme sahen, haben den Bus derart verschmutzt, dass er für eine Fahrt nicht eingesetzt werden konnte. Mit Kaugummi waren Vorhänge zusammengeklebt oder Sitze verunziert. Ganz zu schweigen von dem Müll, der im hinteren Bereich herumlag. Es kann doch nicht sein, dass die Schüler zu einem Sonderpreis von der Schule direkt zum Veranstaltungsort und wieder zurückgefahren werden, und dann solch eine Müllhalde hinterlassen. Im Zweifel zahlt die Versicherung (also wir alle), und die Verursacher gehen unbeschadet davon. Hier läuft etwas falsch, eine Lösung habe ich noch nicht. Vielleicht fällt mir noch etwas ein, damit ich mich über diese Vorkommnisse im nächsten Jahr nicht ärgern muss.

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