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Projekt Prinzenstraße Aus Baubrache soll „Prinzenpark“ werden

Von gk | 27.01.2017, 06:41 Uhr

Investor Heiko Krug aus Büdelsdorf möchte an der Prinzenstraße 130 Wohnungen und einen Verbrauchermarkt errichten. Sein Projekt trägt den Namen „Prinzenpark“.

Aus dem ehemaligen Lohnert-Gelände an der Prinzenstraße soll der „Prinzenpark“ werden. Ein Wohnpark mitten im Wohngebiet Borby mit rund 130 Wohnungen ab 58 Quadratmeter mit 12 Wohngebäuden und einem Verbrauchermarkt. Am Mittwochabend stellte der Eckernförder Architekt Alexander Ullrich das Projekt erstmals öffentlich im Bauausschuss vor. Zuvor hatte bereits der Planungs- und Gestaltungsbeirat am 14. Dezember draufgeschaut, das Projekt, so Ullrich, generell für gut befunden und hier und da Anregungen zur Umgestaltung gegeben. Grundstückseigentümer und Investor ist Bauunternehmer Heiko Krug aus Büdelsdorf, Geschäftsführer der Team Massivhaus GmbH. Zuvor hatte der Schleswiger Investor Ivo Sindram sich aus dem Projekt zurückgezogen (wir berichteten).

Der Name „Prinzenpark“ soll den hohen Grünanteil in dem großen Wohngebiet und die Qualität der Gebäude und Wohnungen widerspiegeln, verdeutlichte Ullrich gegenüber unserer Zeitung. Nach derzeitigem Stand sind 12 Wohnhäuser in vier unterschiedlichen Gebäudetypen geplant, die in drei- und viergeschossiger Bauweise plus Staffelgeschoss errichtet werden sollen. Es sollen nach Darstellung des Architekten im wesentlichen Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen ab 58 Quadratmeter Größe entstehen. Es sind vereinzelt auch Vier-Zimmer-Wohnungen in Planung. Die Wohnungen, die alle per Fahrstuhl erreichbar sein sollen, werden alle über Balkone oder Terrassen in Süd- oder Westlage verfügen, so Ullrich. Es sind überwiegend Eigentumswohnungen geplant, einige Wohnungen sollen auch vermietet werden. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der Größe der Wohnung auch eine Vielzahl der Bobyer ansprechen werden, die sich altersbedingt von ihren Siedlungshäuser verabschieden wollen, um barrierefrei zu wohnen“, erklärte Ullrich gegenüber unserer Zeitung.

Die Erschließungsstraße für den „Prinzenpark“, die von der Prinzenstraße abzweigt, führt am geplanten Verbrauchermarkt vorbei und soll im Stile einer Allee ausgebildet werden. Die Fahrzeug sollen ähnlich wie auf Carlshöhe überwiegend in Garagen und Tiefgaragen untergebracht werden, optional soll es auch ein straßenbegleitendes Parken geben, zusätzliche oberirdische Parkplätze sind derzeit nicht geplant.

Auf Nachfrage aus dem Ausschuss betonte der Planer, dass es Interessenten für den Verbrauchermarkt gebe, unter anderem habe es ein Gespräch mit dem Handelsunternehmen Rewe gegeben. Konkret seien die Planungen aber noch nicht geworden, weil dafür noch die Grundlagen fehlten.

Investor Heiko Krug allerdings habe angeboten, den Markt mit einer Verkaufsfläche von etwa 800 Quadratmetern zu bauen, um dann selbst einen Betreiber zu suchen. Im oberen Stockwerk des Markts sind weitere Wohnungen geplant. Rainer Beuthel (Die Linke) merkte etwas ernüchtert an, dass dort wohl keine Sozialwohnungen geplant seien, „oder wie verstehe ich das?“. Er habe es genau richtig verstanden, ließ Ullrich ihn wissen. Sören Vollert (Die Grünen) lobte die Einstellung des Investors, selbst aktiv zu werden und beim Verbrauchermarkt in Vorleistung zu treten, um sich dann selbst einen Pächter zu suchen. Das habe Vorbildcharakter.