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Gemeinschaftsaktion in Owschlag Anpacken für den neuen Schulhof

Von Anja Hasler | 16.11.2017, 07:06 Uhr

Knapp 100 Helfer beim Aktionstag für die Umgestaltung des Owschlager Schulhofes / Spendensammlung von rund 27 000 Euro

Asphaltgrau und trist, so kennt man viele Schulhöfe. Auch für den Owschlager Schulhof, rund 1800 Quadratmeter groß, wünschten sich die Mädchen und Jungen schon seit langem mehr Spielmöglichkeiten und mehr Grün. Wo viele Jahre Beton das Bild der Schule prägte, ist in den vergangenen Wochen ein attraktiver Schulhof samt Spielplatz entstanden. Nun gib es viele Gründe für die Schüler, sich auf die Pausen zu freuen. In enger Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro „Mut zur Wildnis“, dem Owschlager Bauhof, Schule und Gemeinde wurden die Weichen für die Umwandlung des Schulhofes in einen kindgerechten, anregungsreichen und ökologischen Lebens- und Lernraum gestellt. Der Höhepunkt war der Aktionstag, an dem sich knapp 100 Helfer, darunter auch viele Kinder, beteiligten.

Im Vorfeld hatte das Team vom Bauhof auf dem Spielplatz neue Geräte montiert – eine große Sandkiste und ein Reck, „zwei Holzpferde kommen in den nächsten zwei Wochen“, sagte Bauhofleiter Dennis Börgmann unserer Zeitung. In Kürze wird auch der Seilklettergarten fertig sein, an dem er und seine Mitarbeiter gerade arbeiteten, so Börgmann weiter. Außerdem legte der Bauhof Fußwege auf dem Gelände an. Dann waren Eltern, Schüler und Lehrer gefragt, die allesamt mit anpackten. Sie pflanzten unter anderem 500 Buchen, zahlreiche Bodendecker und vier gut vier Meter hohe Ahornbäume. Zum Abschluss wurde das Gelände umzäunt. Der neue Schulhof kommt nun dem Bewegungsdrang der Kinder entgegen, bieten ihnen aber auch Rückzugsmöglichkeiten und fördert die Kreativität, waren sich alle Beteiligten einig.

Auf der Schulausschusssitzung in dieser Woche zeigten Schulleiterin Astrid Heinig und Bürgermeisterin Christiane Ostermeyer Bilder und einen Film über den Aktionstag. „Diese Aktion schweißt zusammen“, sagte die Rektorin. Auch Amtsdirektor Andreas Betz sprach von einer Aktion mit Vorbildcharakter für andere Gemeinden. Großes Lob zollte Christiane Ostermeyer auch dem Förderverein, dem Vorsitzenden Marco Lilienthal und seinen Kollegen. Diese hätten, um das Projekt überhaupt realisieren zu können, Spenden gesammelt. Rund 27 000 Euro seien auf diese Weise zusammengekommen. So gab es 5000 Euro von der Bingo-Lotterie, 6000 Euro wurden auf dem Flohmarkt der AWR eingenommen. Auch örtliche Firmen unterstützen das Projekt und beim Lauftag nahmen die Schüler knapp 1800 Euro ein.