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Ermittlungen der Kripo : Diebesbande in Dithmarschen lenkt Opfer mit Sex ab

vom
Aus der Onlineredaktion

Zwei Frauen und drei Männer erbeuteten Handys und Geld. Die Polizei bittet um Hinweise - und verspricht Vertraulichkeit.

Marnerdeich/Burg | Zwei Frauen und drei Männer haben zahlreiche Männer im Kreis Dithmarschen um Bargeld und Handys gebracht. Die Masche: Sex. Die Beschuldigten lockten ihre Opfer über das Internet mit kostenlosen sexuellen Diensten in ihre Wohnung und bestahlen sie dann.

Allein im Jahr 2014 beschäftigten sich die Ermittler mit mindestens zwölf Taten dieser Art, ins Visier der Kripo gerieten damals zwei Frauen und drei Männer in Burg. Während sich die Frauen mit ihren Opfern zurückzogen, durchsuchten die männlichen Tatverdächtigen die persönlichen Gegenstände - und stahlen, was wertvoll war. Mitunter nahmen sie auch die Autoschlüssel an sich und entwendeten Wertsachen aus den Wagen. „Fiel der Diebstahl noch in der betreffenden Wohnung auf, so zuckten die weiblichen Beschuldigten nur mit den Schultern, denn wie hätten sie die Diebinnen sein können, wenn sie doch beschäftigt gewesen waren?“, teilt die Polizei mit.

Aktuell beschäftigt die Kripo in Brunsbüttel ein Fall in Marnerdeich. Eine 27-Jährige, die bereits der Polizei bekannt und von Burg dorthin umgezogen war, empfing am Montag in ihrer Wohnung einen Mann. „Nach dem Empfang eines 44-jährigen Sexinteressierten am Nachmittag hatte dieser im Anschluss an das Vergnügen den Verlust seines Smartphones und seines Portemonnaies zu beklagen“, berichtet die Polizei.

Der Mann alarmierte daraufhin die Polizei. Die Beamten fanden bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung zwar keine Beweismittel - dafür aber bei einem 28-Jährigen, der auch vor Ort und polizeilich bereits bekannt war. Er hatte mehrere Gegenstände bei sich, die laut Polizei zweifelsfrei aus vorangegangenen Taten stammten. Das Smartphone des 44-Jähringen allerdings blieb verschwunden.

Die Ermittler der Kripo Brunsbüttel bitten nun darum, dass sich weitere Geschädigte unter der Telefonnummer 04852/60240 oder unter 0481/940 melden. „Natürlich werden ihre Angaben vertraulich behandelt“, schreibt die Polizei.

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erstellt am 22.Sep.2015 | 16:05 Uhr

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