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Moorrege : Die Proms entfachen Beifallsstürme

vom
Aus der Redaktion des Wedel-Schulauer Tageblatts

Das Traditionskonzert der Klassikphilharmonie Hamburg mit Dirigent Robert Stehli begeistert in der ausverkauften Moorreger Mehrzweckhalle.

Moorrege | Die Klassikfans kommen in Scharen, wenn es wieder heißt: „Moorrege Proms Last Night“. Am Sonnabend stand erneut die Klassikphilharmonie Hamburg mit ihrem Dirigenten Robert Stehli auf der mit unzähligen Rosen geschmückten und mit bunten Lichtstrahlern erleuchteten Bühne in der Moorreger Mehrzweckhalle An’n Himmelsbarg.

„Die Musik spielt eine wichtige Rolle in der heutigen Gesellschaft, sie bringt uns zum Kommunizieren, sie bringt uns zusammen“, eröffnete Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg das 19. Konzert der Reihe. Die bunte Mischung aus altbewährten Publikumslieblingen sorgte dafür, dass die Sitze in der Halle restlos ausverkauft waren: Mozart reihte sich unter anderem an Verdi, Gershwin, Orff und Offenbach.

Die Klassikphilharmonie brillierte besonders mit Gershwins Monumental-Werk „Ein Amerikaner in Paris“, ein „Tongedicht“, das Chromatik, Pentatonik, Jazz und sogar Pariser Taxihupen vereint und für nickende Köpfe und wippende Füße sorgte. Das Orchester holte sich in diesem Jahr Unterstützung von den Chorknaben Uetersen unter der Leitung von Hans-Joachim Lustig sowie von den Solisten Anite Stroh (Violine) und Minseok Kim (Tenor). Während die Chorknaben stimmgewaltig mit dem Gefangenchor aus „Nabucco“ und dem getriebenen O Fortuna aus der „Carmina Burana“ begeisterten, glänzte Violinistin Stroh mit Saint-Saëns’ Havanaise und Sarasates Carmen-Fantasie. Gefühlvoll und mit blitzschnellen Fingern stellte sie ihre Virtuosität unter Beweis. Der Koreaner Kim zeichnete sich nicht nur durch seine warme und nuancierte Intonation aus, sondern auch durch eine sehr gute Textverständlichkeit. Die Arie des Belmonte aus „Entführung aus dem Serail“ und Das Urteil des Paris aus „Die schöne Helena“ verzauberten das Publikum. Wahre Begeisterungsstürme erntete auch der Überraschungsgast des Abends: Herbert Bartmann, der beste Dudelsackspieler in Deutschland, spielte drei Sätze aus einer barocken Suite für Dudelsack und Streichorchester. Zur Zugabe „Amazing Grace“ stimmte auch das Publikum mit ein. Dass das Publikum selbst musikalisch aktiv wird, ist bei den Proms langjährige Tradition. Zum Abschluss sang der Saal wie immer gemeinsam die Hymne „Land of Hope and Glory“ sowie das Schleswig-Holstein-Lied.

Dirigent Robert Stehli kündigte bereits eine große Überraschung für das Jubiläumskonzert im nächsten Jahr an.

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erstellt am 15.Sep.2014 | 16:00 Uhr

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