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Projekt in Quickborn : Der Ehrenamts-Nachwuchs steht bereit

vom
Aus der Redaktion des Quickborner Tageblatts

Vereine und Verbände können auf 18 neue Jugendleiter-Assistenten zurückgreifen.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2017 | 13:30 Uhr

Quickborn | In der Jugendarbeit wird ehrenamtlicher Nachwuchs gebraucht. Damit Jugendliche Verantwortung übernehmen können, müssen sie darauf vorbereitet werden. In Quickborn hat die Stadtjugendpflege deshalb erneut Jugendleiter-Assistenten (JuLass) ausgebildet. An dem Projekt nahmen 18 Jugendliche im Alter von zwölf bis 15 Jahren teil. Sie beschäftigten sich eine Woche lang vor allem mit Themen wie dem gegenseitigen Kennenlernen, Gruppenpädagogik, Spiel, Organisation von Freizeitangeboten, Jugendschutz und der Aufsichtspflicht.

„Wir haben ihnen ein solides Basiswissen für die Aufgaben des Gruppenleiters vermittelt. Am Freitag wurde allen Teilnehmern ein Zertifikat und die Jugendleiterassistenten-Card ausgehändigt“, berichtet Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse, die mit ihren Mitarbeitern Kathrin Trappberger und Torsten Rosek die JuLass-Ausbildung im Haus der Jugend durchgeführt hatte. Außerdem habe es es eine Schulung durch Jörn Folster und Christine Berg vom Pinneberger Jugendschutz gegeben.

Ein Programm, das Spuren hinterlassen hat. Im Gespräch mit unserer Zeitung zeigten die jungen Teilnehmer viel Selbstbewusstsein. Außerdem hatten sie keine Scheu, Fragen zu beantworten. Julia Witt (12) von der Comenius-Schule sagte: „Ich wollte schon immer eine ehrenamtliche Aufgabe übernehmen und wissen, ob ich mich dafür eigne. Jetzt kann ich sogar beim Ferien-Projekt Zirkus Quickbornia mithelfen.“ Lili Bruns (15) von der Leibnitz-Privatschule in Elmshorn braucht die Ausbildung, um sich in der Kinderkirche zu engagieren. „Als Jugendleiter-Assistentin kann ich mich jetzt bei Ausflügen und Reisen mit unseren Kindern einbringen.“

Keine Prüfungen

Mohamad (14) aus Afghanistan sagte: „Ich will in einer Gruppe sein und besser Deutsch lernen. Außerdem möchte ich im Fußballverein bald Co-Trainer werden.“ Sebastian Brenner (13) vom Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium macht bereits viel Sport beim 1. FC Quickborn. „Man hat mich gefragt, ob ich Co-Trainer werden will, das ist die Vorstufe für Jugendleiter. Die Jugendleiter-Card kann ich erst mit 16 Jahren machen. Ich finde es toll, dass ich bei dieser Ausbildung neue Freunde gewonnen habe.“

Den Teilnehmern seien keine Prüfungen abgenommen worden, erzählte die Leiterin der Stadtjugendpflege, Birgit Hesse. „Als Ausbilder haben wir die Bereitschaft der Jugendlichen geprüft, sich bei den gestellten Aufgaben einzubringen und nach den eigenen Möglichkeiten Verantwortung zu übernehmen.“ Wie wichtig die Nachwuchsförderung ist, dafür konnte Hesse ein Beispiel aus ihrer eigenen Jugendarbeit nennen: „Es würde keine Zirkus-Wochen mehr in den Ferien geben ohne diese ehrenamtlichen Mitarbeiter.“ Insgesamt zeigten sich die Ausbilder zufrieden mit dem Ergebnis des Lehrgangs. „Wir hatten auch ein positives Feedback von den Teilnehmern“, verriet Kathrin Trappberger. „Die Jugendlichen bestätigten uns zwei Dinge, die wichtig sind: Sie hatten Spaß miteinander und haben viel gelernt in diesen Tagen. Das ist eine gute Motivation für uns alle.“

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