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Bombenentschärfung : Britische Fliegerbombe entschärft: Halb Helgoland wurde evakuiert

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Rund 800 Menschen waren von der Evakuierung betroffen und mussten in Notunterkünfte gebracht werden.

shz.de von
erstellt am 19.10.2017 | 16:28 Uhr

Helgoland | Auf Helgoland haben Experten des Kampfmittelräumdienstes am Donnerstag eine 500 Pfund schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Das gesamte Oberland der Hochseeinsel wurde dafür ab 15 Uhr gesperrt, wie die Polizeidirektion Itzehoe mitteilte. Rund 800 Menschen mussten das Gebiet während der Arbeiten bis kurz nach 16 Uhr verlassen.

Foto: www.facebook.com/janine.dembski
 

Helgoland liegt militärstrategisch günstig in der Deutschen Bucht. Die Insel war zum Ende des Zweiten Weltkriegs unbewohnt und von Bombenabwürfen vollständig verwüstet worden. In der Nachkriegszeit nutzte Großbritannien die Hochseeinsel als Übungsgebiet für Bombenabwürfe. Um die 1945 weitgehend unbeschädigt gebliebenen U-Boot-Bunker sowie die weit verzweigten 15 Kilometer langen Festungsanlagen Helgolands dauerhaft zu zerstören, stapelten die Briten viertausend Torpedosprengköpfe, neuntausend Wasserbomben und neunzigtausend Granaten in dem unterirdischen Labyrinth: Am 18. April 1947 wurden die 6700 Tonnen Munition und Sprengstoff gezündet. Die „Operation Big Bang“ gilt als weltweit größte nicht-atomare Sprengung.

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