Peter Faden in Norderstedt : Betriebsunfall in Fleischerei: Fünf Verletzte durch Kohlenmonoxid

Die Feuerwehr in Norderstedt ist an der Fleischerei im Einsatz.

Die Feuerwehr in Norderstedt ist an der Fleischerei im Einsatz.

Die Abgase eines abgestellten Gabelstaplers sind vermutlich Schuld an dem Gasaustritt.

shz.de von
07. August 2018, 17:30 Uhr

Norderstedt | In dem fleischverarbeitenden Betrieb „Peter Faden“ im Kösliner Weg in Norderstedt ist es am Dienstagnachmittag gegen 15.20 Uhr zu einem Betriebsunfall gekommen. Nach ersten Informationen hatten Mitarbeiter einen gasbetriebenen Gabelstabler in einem kleinen Raum abgestellt. Da der Motor offenbar nicht abgestellt wurde, reicherte sich das Abgas – darunter auch gefährliches Kohlenmonoxid – so stark in dem Raum an, dass fünf Mitarbeiter dabei verletzt wurden.

Alle Mitarbeiter wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Ein Mitarbeiter lehnte die Beförderung zunächst ab. Wie der Gemeindewehrführer der Stadt Norderstedt, Fabian Wachtel, mitteilte, konnten vier Personen außerhalb des Gebäudes übernommen werden. Eine Person wurde im Gebäude vermisst und musste unter Atemschutz von den Feuerwehrleuten gerettet werden. „Der CO-Austritt im Gebäude war wohl durch einen gasbetriebenen Gabelstabler verursacht, durch die Schadstoffe der Abgase“, sagte Wachtel.

„Die Mitarbeiter im fleischverarbeitenden Betrieb hatten unter Atemnot geklagt. Durch das Kohlenmonoxid transportiert das Blut keinen Sauerstoff mehr“, sagte Wachtel. Der Unfall war vermutlich direkt im Kühllager passiert.

Fünf Rettungswagen und ein Notarzt waren im Einsatz. Dazu die freiwillige Feuerwehr Garstedt und die Mitarbeiter der Hauptamtlichen Wachabteilung der Stadt Norderstedt.

Der ebenfalls vor Ort eingesetzte Wartungsdienst für Klimaanlagen war an dem Unfall nicht beteiligt. Es ist der zweite Großeinsatz für den Rettungsdienst in Norderstedt innerhalb weniger Tage. Bei einem schweren Verkehrsunfall am Sonntag waren zwei Menschen schwer verletzt worden.

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