Zwischen Politik und Feldarbeit

Engagiert in der Kommunalpolitik: Thomas von Thun
Engagiert in der Kommunalpolitik: Thomas von Thun

Thomas von Thun ist seit 2016 als Vorsitzender der Hemdinger Wählergemeinschaft (HWG) aktiv

shz.de von
12. Juni 2018, 16:00 Uhr

Für Politik hat sich Thomas von Thun eigentlich schon immer interessiert. Politisch aktiv geworden ist der gebürtige Hamburger in Bönningstedt, wo er der dortigen Wählergemeinschaft beitrat. Sein siebenjähriges kommunalpolitisches Wirken im Randbereich der Hansestadt beendete sein Umzug nach Hemdingen im Jahre 2010. „In Bönningstedt, wo meine Partnerin und ich ein Reihenhaus besaßen, wurde es immer enger“, berichtete von Thun.

„Wir sind dann in die Region um Barmstedt ausgewichen, weil wir dort Gelegenheit hatten, ein größeres Grundstück und ein größeres Haus zu erwerben.“ Es vergingen allerdings vier Jahre, bis von Thun sich langsam der Hemdinger Wählergemeinschaft (HWG) annäherte und sich ihr schließlich anschloss. 2016 wurde er dann zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Im örtlichen Finanzausschuss wirkte er als Bürgerliches Mitglied mit. „Zu meinen Aufgaben als Vorsitzender gehört, zu Veranstaltungen einzuladen, unsere Broschüre, den Rundblick, gegenzulesen und natürlich auch die Mitgliederpflege“, so der Wahl-Hemdinger.


„Motivation“ als Stich- oder Zauberwort

„Unsere Leute müssen immer wieder auf Neue motiviert werden, sich aktiv für unsere Partei einzusetzen und im Sinne einer gedeihlichen Entwicklung unserer Gemeinde zu wirken.“ „Motivation“ war natürlich auch das Stich- oder Zauberwort bei der jüngsten Kommunalwahl in Schleswig-Holstein, bei der die HWG einen Stimmenanteil von 48 Prozent erhielt und somit sechs Gemeindevertreter stellt. „Es fehlt uns, wie in der vergangenen Legislaturperiode, ein Sitz zur absoluten Mehrheit“, so von Thun. Er ist mit dem Einsatz der HWGler zufrieden.

Geprägt ist von Thun vom freien Geist in der Hansestadt Hamburg. Er besuchte dort erfolgreich die Schule und erlernte anschließend den Beruf des Versicherungskaufmanns, den er bis zum Ruhestand bei verschiedenen Firmen „an der Wasserkante“ ausübte. „Der Beruf brachte manchmal schon viel Stress mit sich – insbesondere in Zeiten der Umstrukturierung“, befand der Wahl-Hemdinger. „Es wurden viele Leute entlassen und die Arbeit auf weniger Schultern verteilt.“ Trotzdem ist von Thun nach wie vor der Auffassung, die richtige Berufswahl getroffen zu haben. Wenn er sich in der ihm verbleibenden Freizeit ein wenig entspannen will, arbeitet er in seinem Garten oder auf einem Acker in Borstel-Hohenraden: Dort baut er Gemüse an. Dies sei immer ein Anlass, sich einmal auf seinen Drahtesel zu schwingen und eine Radtour zu unternehmen.

Der Hemdinger hält es für außerordentlich wichtig, sich politisch zu engagieren, erklärt er abschließend. Er appelliert insbesondere an die Jugend, sich nicht auf die Rolle des „Stimmviehs“ zu beschränken, sondern aktiv zu werden. „Wenn man irgendwo noch etwas unmittelbar politisch beeinflussen kann, dann ist es in seiner eigenen Gemeinde. Dort sollte man beginnen.“

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