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Barmstedter Zeitung

15. Dezember 2017 | 00:17 Uhr

Barmstedt : Zwischen Elfchen und Experimenten

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Tag der offenen Tür am Barmstedter Gymnasium: Schüler und Lehrer präsentieren ihre Schule den künftigen Fünftklässlern.

shz.de von
erstellt am 23.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | „Es ist unser Großkampftag“, sagte Angela Kopp lachend. Als Orientierungsstufenleiterin war sie die Frau der Stunde, als das Barmstedter Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Gymnasium seine Türen öffnete, um sich potenziellen neuen Schülern vorzustellen. Im Wettbewerb mit den Elmshorner Traditionsgymnasien war dieser Tag der offenen Tür am Sonnabend für die junge Schule besonders wichtig. Ihre große Stärke ist ein junges Kollegium, dem man die Lust an der Arbeit und die Freude am Unterricht mit den Schülern anmerkt.

Aber wer könnte ein besserer Botschafter sein als die Schüler selbst? Sie waren es, die ihren angehenden Kameraden in der fröhlichen Neugier und im kreativen Trubel den spannenden Alltag von Entdecken und Lernen vorstellten.

Da war der zehnjährige Miguel, der ein kleines Stück Lyrik präsentierte: Seine Assoziationen zum Mond hatte er nach dem Beispiel seiner Lehrerin Frederike Guhn zu einem „Elfchen“, einem Gedicht aus elf Worten zusammengefügt. Empfindungs-, Assoziationsvermögen, gedankliche Strukturierung, Ausdruckskraft, Sprachdisziplin, das alles trainierte er in diesen wenigen Worten, während gegenüber die Klasse von Marylène Schubring über die Stadt Toulouse diskutierte: En français naturellement.

Wenn Blech über den Flur schallt, weiß man, dass Cord Boy in der Nähe ist. Boy ist ein Musiklehrer, der auf eine wunderbare Art seine Leidenschaft weitergibt. Und das mit einer unorthodox anmutenden, aber unbedingt bewährten Methode: den Kindern einfach ein Instrument in die Hand drücken und sie fröhlich zusammen loslegen lassen. „Das ist erst einmal eine Kakophonie“, meinte er schmunzelnd, „aber nach zwei Wochen Arbeit hat man schon ein ganz gutes Hörerlebnis“ – wie man bei den Weihnachtsmarktkonzerten seiner Barmstedt Brass erleben kann.

Im Physiklabor experimentierten derweil Laura, Nele und Svea aus der 8  a. Gespannt verfolgte ihr Publikum, wie sich ein Ballon wie von Zauberhand aufblähte und wieder zusammenfiel, wenn die Luft darin erhitzt oder kühlt wurde. Und ein Schaumkuss im Vakuum? Er blähte sich grotesk auf, um bei Atmosphärendruck wieder auf Normalformat zu schrumpfen. Dass er nach dieser Tortur noch lecker schmeckte, durfte Johannes (8) ausprobieren, der sein künftiges Gymnasium inspizierte. Sein Freund Glen (9) – mit der Lieblingsfächerkombination Mathe, Deutsch und Sport – erzählte danach, dass er nun auch auf die Physik neugierig geworden sei.

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