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Barmstedter Zeitung

21. August 2017 | 16:30 Uhr

Sanierung : Zwei Vollsperrungen auf der L75

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Das Großprojekt soll im Sommer starten. Die Straße wird zwischen Heede und Hoffnung sowie der A23 und Barmstedt nicht befahrbar sein.

Barmstedt | Es sei in den vergangenen Jahren zu wenig für die Infrastruktur in Schleswig-Holstein getan worden, sagt Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD). So sei zu wenig Geld ausgegeben worden. „Wir haben ein ernstes Problem“, bilanzierte er gestern während eines Pressetermins bei der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn. Zu diesem ernsten Problem gehört auch die Landesstraße 75 (L75), die quer durch Barmstedt und den Amtsbezirk Rantzau verläuft. Seine Botschaft lautete daher: „Wir tun etwas für die Infrastruktur.“

Die mehr als 35 Kilometer lange L75, die von Elmshorn bis nach Nahe (Kreis Segeberg) führt, ist an vielen Stellen in einem schlechten Zustand. Risse im Asphalt und abgesackte Fahrbahndecken sind überall zwischen Bokholt-Hanredder und Hoffnung zu finden. Dass die Straße in den kommenden zwei Jahren saniert wird, war bereits bekannt. Jetzt steht auch fest, wann es losgehen soll.

Die Sanierung des 5,7 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Einmündung Heeder Damm/Hoffnunger Chaussee/Hemdinger Chaussee (L75/L111) bis zur Bundesstraße 4 bei Hoffnung beginnt am 20. Juni und soll voraussichtlich am 30. Juni 2017 abgeschlossen sein. Während innerhalb der Ortsdurchfahrt Heede lediglich die Deck-, Binde- und Tragschicht erneuert werden, ist auf dem restlichen Teilstück ein Vollausbau geplant, teilte Kai-Uwe Schacht, Leiter des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) Itzehoe, gestern mit. „Wenn eine Ortsdurchfahrt bei den Bauarbeiten dabei ist, wird es immer relativ schwierig“, sagte er.

Während der Bauarbeiten soll die L75 in dem Bereich voll gesperrt werden – mit einer Ausnahme. Nach derzeitigem Stand ist eine Winterpause für die Bauarbeiten zwischen November und März 2017 vorgesehen – ähnlich wie vor Kurzem an der Landesstraße 76 in Borstel-Hohenraden. Der Zeitraum hänge aber damit zusammen, wann der Winter eintreffe, so Schacht. „Während der Pause wird die Straße befahrbar sein.“ Das Land Schleswig-Holstein investiert etwa 6,1 Millionen in den Ausbau zwischen Heede und Hoffnung. Laut LBV wird die Strecke täglich von etwa 7300 Fahrzeugen genutzt.

Weniger als eineinhalb Monate nach den ersten Bauarbeiten in Heede wird die L75 auch in Richtung Elmshorn voll gesperrt. Ab dem 1. August erneuert das Land den Abschnitt zwischen der A23-Brücke in Bokholt-Hanredder ab dem Bereich zwischen Knelltwiete und Krittelmoor und der Einmündung Moltkestraße/Pinneberger Landstraße in Barmstedt. Laut Schacht steht auf diesem Abschnitt allerdings nur eine Teilsanierung an – daher fällt die Bauzeit auch wesentlich kürzer aus als zwischen Heede und Hoffnung. So sollen lediglich zehn Zentimeter Deck- und Binderschicht erneuert werden. Laufe alles nach Plan, werde die L75 mit Ende der Sommerferien am 3. September wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das Land investiert etwa 1,5 Millionen Euro in den vier Kilometer langen Abschnitt, der laut LBV täglich von etwa 9900 Fahrzeugen genutzt wird. „Wir haben eine ganze Menge Verkehr dort“, so Schacht.

Im Jahr 2017 stehen dann die nächsten Arbeiten an der L75 an: Auch die Umfahrung Barmstedts (Spitzerfurth/ Mühlenweg) werde saniert, berichtete Schacht. „Aber das können wir dieses Jahr nicht mehr machen, weil wir dann den Verkehr nicht mehr richtig leiten können.“ Keine Infos gab es zum Abschnitt zwischen der A  23-Brücke und der Einmündung Kaltenweide in Elmshorn. Nach Informationen dieser Zeitung soll auch dieses Teilstück in 2017 erneuert werden.

Das Land Schleswig-Holstein investiert etwa 17,9 Millionen Euro in den Ausbau und die Sanierung der Landesstraße 75. Außer den beiden Abschnitten im Kreis Pinneberg wird die Ost-West-Verbindung auch zwischen Alveslohe und Henstedt-Ulzburg erneuert. Baubeginn soll am 8. August, Bauende am 31. Juli 2017 sein. Zwischen Götzberg und Nahe wird die L75 vom 25. Juli bis zum 2. September saniert. Ebenfalls auf dem Programm steht der Ausbau der Ortsdurchfahrt Nahe bis zur B432. Das Projekt soll im Juni starten und Ende des Jahres 2017 beendet werden.

Derzeit arbeite der LBV weiter an den Detailplanungen für dieses Jahr, so Schacht. Die genauen Umleitungsrouten stehen noch nicht fest. Nach derzeitigem Stand geht der LBV aber davon aus, dass die Sperrung in Bokholt-Hanredder über Groß Offenseth-Aspern und Klein Offenseth-Sparrieshoop umfahren werden soll. Die Ausweichroute im östlichen Teil des Amtsbezirks Rantzau könnte über Hemdingen und Bilsen führen.

Die Sanierung der L75 sei eines der wichtigsten Bauvorhaben im Bereich der Autobahn- und Straßenmeisterei Elmshorn, unterstrich Schacht. Dabei werde darauf geachtet, dass die Beeinträchtigungen für die Anlieger so gering wie möglich gehalten werden. Sämtliche Bauvorhaben sollen im Vorwege mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Insgesamt werde in diesem Jahr an der L75 an fünf verschiedenen Stellen gebaut.

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erstellt am 08.Apr.2016 | 10:00 Uhr

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