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Barmstedter Zeitung

20. September 2017 | 02:24 Uhr

Zwei neue Tempo-30-Zonen?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Kreis signalisiert Zustimmung für Geschwindigkeitslimit am Krützkamp und am Messhorn

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 13:07 Uhr

Das wird die Anwohner von Krützkamp und Messhorn freuen: Beide Straßen werden demnächst eventuell zu Tempo-30-Zonen. Bisher hat der Kreis diesen Wunsch mit dem Hinweis darauf verweigert, dass es sich laut Verkehrskonzept der Stadt um Haupterschließungsstraßen handle – in denen Tempo 30 nicht möglich sei. Doch jetzt könnte sich das Blatt wenden: Bei einer Verkehrszählung Ende Februar hat die Verwaltung festgestellt, dass auf dem Messhorn deutlich weniger Fahrzeuge unterwegs sind als bislang angenommen.

Wie Dirk Rennekamp (Verwaltung) auf Anfrage unserer Zeitung berichtete, waren vom 26. Februar bis einschließlich 2. März in beiden Richtungen insgesamt 2240 Fahrzeuge unterwegs – im Durchschnitt also 448 pro Tag. Dieses relativ geringe Verkehrsaufkommen bedeute, dass der Kreis Tempo 30 zustimmen würde – sofern die Stadt ihr Verkehrskonzept überarbeite und der Messhorn seinen Status als Haupterschließungsstraßen verlöre, erläuterte Rennekamp. Gleiches gelte für den Krützkamp, in den der Messhorn sozusagen nahtlos übergeht. „Dort werden wir aber noch messen müssen“, sagte Rennekamp. Das solle „in den nächsten Wochen“ geschehen.

Rüdiger Langels, bei der Straßenverkehrsbehörde zuständig für die Verkehrslenkung, bestätigte die grundsätzliche Bereitschaft, beide Straßen als Tempo-30-Zonen auszuweisen. Das Verkehrsaufkommen sei bei der Entscheidung allerdings nur einer von mehreren Aspekten, ergänzte er. „Es müssen mehrere Faktoren zusammenpassen – dazu zählt auch die Verkehrssicherheit.“

Jetzt müssten Vertreter von Politik, Verwaltung und Polizei schnellstmöglich ein neues Verkehrskonzept für die Stadt erarbeiten, sagte Rennekamp. „Dabei wird zu beachten sein, wo die Hauptverkehrsströme tatsächlich fließen und wo man sich Tempo 30 vorstellen kann.“ Falls das für Krützkamp und Messhorn der Fall sein sollte – wofür offenbar einiges spricht – werde das auch Auswirkungen auf den Ausbau des Messhorn haben, der vor kurzem begonnen hat. Statt eines Kreisels an der Einmündung Königsberger Straße könnte die Fahrbahn dort durch eine Aufpflasterung erhöht werden, sagte Rennekamp. Weitere Aufpflasterungen seien an der Einmündung Am Friedhof und in Höhe des Fußwegs zum Neubaugebiet denkbar. Zeitlich könnten die geänderten Pläne noch umgesetzt werden, so Rennekamp. „Zurzeit werden Leitungen verlegt. Der Straßenbau beginnt erst im Sommer.“

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