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60 Jahre Eheglück : Zwei Barmstedter feiern Diamantene Hochzeit

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Wilma und Horst Behrens haben Diamantene Hochzeit gefeiert. Kennengelernt hatten sie sich einst vor dem Barmstedter Kino.

Horst Behrens’ Familie war aus Hamburg erst nach Hemdingen und dann nach Barmstedt gezogen. „Wie viele junge Männer nach dem Krieg, ging ich nach der Schule ins Ruhrgebiet, wurde Bergmann und erwarb den Knappenbrief“, so Behrens. Später zog er nach Barmstedt zurück und arbeitete als Betonbauer in einer großen Hamburger Firma. Wilma Behrens ist eine „echte Barmstedterin“, die nach der Schule in den Schuhfabriken Lüdemann und Gabor arbeitete. 1955 lernte sie ihren späteren Ehemann vor dem Lichtspielhaus Blumhardt kennen. Beide wollten sich einen Film anschauen, und er sprach sie an. „Wir hatten Schmetterlinge im Bauch und haben ein Jahr später geheiratet“, sagt er. So einfach sei das jedoch nicht gewesen. Noch nicht im heiratsfähigen Alter von 21, durfte er als 19-Jähriger nur mit Einwilligung des Amtsgerichts heiraten. „Ich musste zu Amtsrichter Hans Adlung auf die Schlossinsel, und er prüfte mich eine Stunde lang im Gespräch, ob ich heiratsfähig bin“, erinnert sich Behrens, der die Bescheinigung erhielt. Geheiratet wurde in der Heiligen-Geist-Kirche, gefeiert in der Gaststätte „Wilhelmsruh“ an der Hamburger Straße.

Behrens wurde in seiner Firma Betriebsratsvorsitzender und Sicherheitsbeauftragter. Er war gewerkschaftlich organisiert und in Barmstedt viele Jahre lang Vorsitzender im Ortsverein der IG-Bau. Seine Leidenschaft galt dem Leistungssport, speziell dem Marathon. Auch für den BMTV lief er kurzzeitig. In Barmstedts britischer Partnerstadt Oakham etwa war er beim 50-Kilometer-Lauf um den dortigen See dabei.

Wilma Behrens spielte Handball beim SSV Rantzau. Zudem tanzte das Paar gern – auch im „Barmstedter Hof“, wo Horst Behrens sich mit Freunden als noch nicht Volljähriger hinter dem riesigen Kachelofen im Saal versteckt hatte, wenn die Polizei um 22  Uhr Alterskontrolle machte. Heute laufen sie Nordic-Walking, aber jeder für sich – wegen der Geschwindigkeit.

Das schönste Geschenk zur Diamanthochzeit ist für beide, die zwei Kinder und zwei Enkel haben, die Ankündigung, dass sie im August Urgroßeltern werden. Und ihr Rezept für 60 Jahre Gemeinsamkeit? „Gegenseitiges Verständnis aufbringen, Freiräume lassen und ein offenes Ohr für die Probleme des Partners haben“, sagt das Paar.

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