Pendler : Zum Arbeiten fahren die Barmstedter nach Hamburg

<p>Für viele Pendler, die von Barmstedt per Bahn zur Arbeit fahren, ist der Bahnhof Anlaufstelle, um nach Hamburg zu kommen.</p>

Für viele Pendler, die von Barmstedt per Bahn zur Arbeit fahren, ist der Bahnhof Anlaufstelle, um nach Hamburg zu kommen.

2992 Auspendler verlassen täglich die Krückaustadt. 864 von ihnen haben Jobs in der Metropole.

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26. Januar 2018, 16:30 Uhr

Barmstedt | Jeden Morgen die gleiche Prozedur: Ab ins Auto, in die Bahn oder auf’s Fahrrad und dann zur Arbeit. 2992 Barmstedter sind davon betroffen. Sie sind Berufspendler. Das heißt, sie arbeiten nicht in der Stadt, in der sie wohnen. Knapp 30 Prozent von ihnen fahren nach Hamburg. Das geht aus Zahlen der Bundesagentur für Arbeit hervor. 
864 Menschen machen sich täglich von Barmstedt auf den Weg nach Hamburg, um dort einer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nachzugehen. Die meisten der Pendler haben allerdings einen kürzeren Arbeitsweg: Sie verdienen ihre Brötchen in einer Kommune des Kreises Pinneberg. Hauptziel ist die größte Stadt des Kreises, Elmshorn, mit ihren vielen Arbeitsplätzen. 524 Menschen fahren täglich in die Stadt.

Deutlich weniger Menschen aus Barmstedt haben einen Job in Pinneberg: 139. Immerhin 115 zieht es in den Nachbarkreis Segeberg und zwar nach Norderstedt. Auch nach Henstedt-Ulzburg (68) und Kaltenkirchen (77) fahren Barmstedter zum Arbeiten. Insgesamt bietet der Kreis Segeberg 330 Männern und Frauen aus Barmstedt Arbeitsplätze. 142 Barmstedter arbeiten im Kreis Steinburg, die meisten (49) in Itzehoe, Horst (30) und Glückstadt (26). Lediglich 31 Barmstedter pendeln in den Kreis Stormarn. 49 haben ihren Arbeitsplatz sogar in Niedersachsen.

Ganz klar vorn liegt aber der Kreis Pinneberg. 1335 Menschen aus Barmstedt gehen dort einer Erwerbstätigkeit nach. Die Städte in der näheren Umgebung sind dabei nach Elmshorn und Pinneberg die beliebtesten Ziele Barmstedter Arbeitnehmer: Quickborn (96), Tornesch (90) und Uetersen (56) liegen vorn. Die Großgemeinde Rellingen bietet immerhin noch 49 Menschen aus der Schusterstadt Lohn und Brot während die weiter entfernt gelegenen Städte Schenefeld (38) und Wedel (28) in Sachen Arbeitsplatzreservoir für Barmstedter nur geringe Bedeutung haben.

Mit 29 arbeiten mehr Barmstedter in Bokholt-Hanredder als in Wedel. Und auch in den eher kleinen Kommunen wie Hemdingen (22), Klein Offenseth-Sparrieshoop (21), Ellerhoop (20), Kölln-Reisiek (19), Bilsen (14) sowie Lutzhorn und Prisdorf (je 11) haben einige Barmstedter Arbeitsplätze. 43 Bürger pendeln außerdem zum Arbeiten nach Kiel, 33 nach Neumünster.

Männer und Frauen sind annähernd gleichermaßen unterwegs. Von den 2992 Barmstedtern, die täglich die Stadt zum Arbeiten verlassen, sind 1640 Männer und 1352 Frauen.

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