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Barmstedter Zeitung

19. August 2017 | 17:28 Uhr

Barmstedt : Zu viele Radler ohne Licht

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Ordnungshüter ziehen Jahresbilanz 2013: Polizei moniert falsches Verhalten von Erwachsenen im Straßenverkehr.

Vandalismus, Einbrüche und Unfallflucht: Mit diesen Delikten müssen sich die Polizeibeamten in Barmstedt immer häufiger beschäftigen. Das hat Stationsleiter  Peter Kroll den Barmstedter CDU-Politikern Ortwin Schmidt, Ernst-Reimer Saß und Norbert Bollweg berichtet, die die Wache an der Reichenstraße  gemeinsam mit dem Bilsener CDU-Landtagsabgeordneten Peter Lehnert besuchten. Bei Berlinern und Kaffee wurde das Résumé des Jahres 2013 aus polizeilicher Sicht gezogen. Darüber hinaus kamen Kritik und Verbesserungsvorschläge auf den Tisch.

"Wir leben von Informationen aus der Bevölkerung und sind auf die Aufmerksamkeit der Bürger angewiesen", sagte Kroll. Die Polizei könne nicht zu jeder Zeit an jeder Stelle im Ort präsent sein. "Daher sind wir für jeden Hinweis dankbar", sagte Kroll, der darauf hinwies, dass die Telefonnummer 110 rund um die Uhr besetzt sei. "Die Rufnummer 110 ist kein Notruf, sie ist der Polizeiruf", betonte er. Schmidt ergänzte, dass niemand Hemmungen haben möge, diese Nummer zu wählen. Die örtliche Polizeistation sei zudem unter der Rufnummer (04123) 684080 erreichbar. "Wenn die Barmstedter Beamten im Einsatz sind, wird der Anrufer weitergeleitet", so Kroll.

Auch das Thema Sicherheit im Straßenverkehr wurde angesprochen. Auffällig seien Radfahrer, die gerade in dieser dunklen Jahreszeit ohne Licht durch Barmstedt fahren. "Leider sind darunter auch viele Erwachsene, die eine Vorbildfunktion wahrnehmen sollten", so Kroll, der weiterhin monierte, dass jeder dritte Radfahrer sich entgegengesetzt der Fahrtrichtung durch die Innenstadt bewege. "Das kann zu gefährlichen Situationen führen", warnt er.

Ein ständiges Ärgernis in der Innenstadt sprachen die Politiker an: die Falschparker. "Wir haben bevölkerungsmäßig die 10.000er-Marke geknackt", sagte Saß. Das bedeute, dass die Stadt eigenständig den ruhenden Verkehr überwachen könne.  "Für uns wäre das eine Entlastung", sagte Kroll, wobei er der Stadt eine Zusammenarbeit anbiete.

Kroll sprach zudem die Parkplatzsituation während großer Veranstaltungen an. "Bei Sonderveranstaltungen muss eine vernünftige Parkraumbewirtschaftung angestrebt werden." THW und Feuerwehr würden dabei bereits gute Arbeit leisten, so die Politiker. An einer zufriedenstellenderen Lösung werde weiter gearbeitet. 

Positiv: Die Verkehrssituation in Barmstedt birgt laut Kroll keine aktuelle Unfallhäufungsstelle. "Die Smileys, die auf unsere Initiative hin von der Stadt etwa am Spitzerfurt sowie an der Kleinen Gärtnerstraße stehen, kommen gut an", sagte Schmidt. "Die kürzlich erfolgte Bordsteinabsenkung mit roten Pflastersteinen in Höhe von Glismann an der Kleinen Gärtnerstraße signalisiert, wo die Straße gefahrenarm zu überqueren ist", ergänzte Saß.

Generell bringe der Arbeitsalltag eines Polizisten hohe Belastungen mit sich, schloss Kroll. Ein für die Beamten besonders belastender Einsatz sei am 3. Oktober der tödliche Unfall am Bahnübergang Bornkamp gewesen.

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erstellt am 03.Jan.2014 | 16:00 Uhr

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