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Barmstedt : Ziel: Fernwärme für Wohngebiete

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Nach SPD-Antrag: Die Verwaltung prüft Voraussetzungen für die emissionsarme Energieversorgung.

Barmstedt | Könnten die Stadtwerke Barmstedts Baugebiete künftig auch mit Fernwärme versorgen? Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, soll die Verwaltung jetzt prüfen. Das haben die Stadtvertreter während ihrer jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen und sind damit einem Antrag der SPD gefolgt.

Mit der Wärmeversorgung ihrer Baugebiete hätten die Kommunen die Möglichkeit, sich zukunftsfähig aufzustellen und einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, so die SPD. Für die Erzeugung der Energie könnten industrielle Abwärme, der Einsatz von Wärmepumpen oder Blockheizkraftwerks-Technologie genutzt werden. Die Wärme würde dann per Fernleitung in die Wohngebiete geleitet. „Das können auch bestehende Baugebiete sein“, sagte Jürgen Busse (SPD).

Für die Straßen Weidkamp und Erlengrund habe es bereits eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durch die Stadtwerke gegeben, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos). „Das hat sich allerdings als unrentabel erwiesen.“ Peter Gottschalk (FWB) ergänzte, die FWB habe „die gleiche Idee vor Jahren auch schon gehabt, für das Neubaugebiet am Friedhof“. Sie habe sich jedoch wegen diverser Verschiebungen in den Planungen nicht umsetzen lassen.

Deutschlandweit bieten mehrere Versorger ähnliche Modelle an: Sie betreiben Blockheizkraftwerke, die außer Strom auch Wärme für ein bestimmtes Wohngebiet erzeugen. Beides können die Anwohner zu günstigeren Preisen beziehen als auf dem freien Markt. Wegen der im Vergleich zur herkömmlichen Energieerzeugung geringeren CO2-Emissionen werden die Modelle vom Bund gefördert. Das dürfte auch so bleiben: Gegen die jüngsten Pläne der Regierung, die Vergünstigungen zu streichen, haben Ökostrom-Anbieter, Immobilienverbände und der Deutsche Mieterbund erfolgreich protestiert.

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erstellt am 22.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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