Barmstedt : Zieht die „Grüne Wolke“ an die August-Christen-Straße?

Dieses Grundstück an der August-Christen-Straße südlich der AKN-Gleise hat die Grüne Wolke für einen Neubau im Auge.
Dieses Grundstück an der August-Christen-Straße südlich der AKN-Gleise hat die Grüne Wolke für einen Neubau im Auge.

Einrichtung würde gern auf dem Grundstück an der AKN neu bauen. Das Problem: Das Bodengutachten ist zu teuer.

shz.de von
28. August 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Auf ihrem Weg zu einem Neubau ist die Barmstedter heilpädagogische Einrichtung „Grüne Wolke“ einen kleinen Schritt weiter gekommen. „Es hat ein gutes Gespräch zwischen der AKN, Bürgermeisterin Döpke und uns gegeben“, sagte Einrichtungsleiter Mark Elahi im Gespräch mit shz.de. Wie berichtet, will die Einrichtung, die zehn Personen mit Behinderungen betreut, aus dem mehr als 100 Jahre alten Haus an der Austraße ausziehen, weil es dringend sanierungsbedürftig ist. „Der Zustand ist grenzwertig“, sagte Elahi. Ständig müsse irgend etwas repariert werden, „irgendwann reicht das nicht mehr“.
Bei der Suche nach einem Grundstück stieß Elahi auf eine Fläche des ehemaligen Spanischen Zentrums, die an der August-Christen-Straße und direkt neben den AKN-Gleisen. Das Areal gehört der AKN, die es der „Grünen Wolke“ auch verkaufen würde. Die Finanzierung des etwa zwei Millionen Euro teuren Neubaus wäre gesichert, erklärt Elahi. „Wir refinanzieren das über die Eingliederungshilfe.“ Der Kreis – der die Bauvoranfrage bereits positiv beschieden hat – wolle die Einrichtung unbedingt erhalten, weil sie die einzige ihrer Art im Kreis Pinneberg sei. Problem: Es sind ein mehrere tausend Euro teures Bodengutachten und Bodensanierungen notwendig, die die „Grüne Wolke“ nur zu einem Teil bezahlen kann. „Dafür bekommen wir nach jetzigem Stand kein Geld“, sagt Elahi.

Weitere Gespräche sollen folgen

Nachdem sich Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) eingeschaltet und vermittelt habe, sei die AKN jetzt aber auf die „Grüne Wolke“ zugegangen. „Wir bedanken uns dafür und vor allem auch bei Frau Döpke für ihren tollen Einsatz“, sagt Elahi. Dennoch ist die Kuh noch nicht ganz vom Eis, es sollen weitere Gespräche zwischen allen Beteiligten folgen. „Wir wollen alle eine einvernehmliche Lösung erreichen“, erklärten Döpke, Elahi und AKN-Sprecherin Christiane Lage-Kress. Lage-Kress wies jedoch darauf hin, dass die AKN als öffentliches Unternehmen an „bestimmte Auflagen gebunden“ sei. So könne sie etwa das Grundstück nicht unter Wert verkaufen.

Das Bauvorhaben selbst wolle die „Grüne Wolke“ auf jeden Fall in Barmstedt verwirklichen, wie Elahi betonte. „Hier ist es perfekt für uns. Die Stadt ist klein und übersichtlich, und unsere Bewohner fühlen sich hier super wohl.“

Ebenerdiger Neubau

Der auf dem rund 2200 Quadratmeter großen Grundstück an der Bahn geplante Neubau soll ebenerdig sein und über rund 800 Quadratmeter Nutzfläche verfügen, sagte Elahi. Ein zweigeschossiger Bau komme wegen der notwendigen Barrierefreiheit nicht in Frage. „Dann bräuchten wir einen Fahrstuhl, aber der ist nicht bezahlbar.“ Bei zehn Bewohnern solle es auch in Zukunft bleiben, sagte Elahi. „Wir brauchen ein familiäres Setting.“

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen