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Foto: Wittmaack

Barmstedt und Amt Hörnerkirchen : Zehn Jahre Verwaltungsehe

Die Verwaltungsgemeinschaft Barmstedt-Hörnerkirchen feiert runden Geburtstag. Der Vertrag wurde vor zwei Jahren verlängert.


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08. September 2018, 16:00 Uhr

Brande-Hörnerkirchen | Seit zehn Jahren bilden die Stadt Barmstedt und das Amt Hörnerkirchen eine Einheit. Die Verwaltungsehe Barmstedt-Hörnerkirchen war 2008 aber alles andere als eine Liebeshochzeit. „Es ging eben nicht anders“, fasst der heutige Amtsvorsteher und Westerhorner Bürgermeister Bernd Reimers (Foto) den Start in Worte. „Besser wäre es gewesen, wir hätten als Amt unsere Eigenständigkeit bewahren können – aber das war unrealistisch.“

Mit seinen knapp über 4000 Einwohnern und vier kleinen Dörfern war das Amt Hörnerkirchen deutlich kleiner, als es sich die damaligen Landespolitiker in Kiel im Rahmen der Ämter-Neuordnung vorgestellt hatten. Bei 8000 Einwohnern lag letztlich die Mindestgröße, zeitweilig war von 10 000 oder sogar 15 000 Einwohnern die Rede gewesen.

Besiegelt wurde die Ehe mit dem Abschluss eines öffentlich-rechtlichen Vertrages, der bereits am 15. November 2006 auf zehn Jahre geschlossen worden war. 2016 wurde der Vertrag um weitere zehn Jahre verlängert. Sichtbares Zeichen, dass die Vernunftsehe funktioniert. „Es war ein guter Schritt“, fasst Reimers sein Fazit in Worte.

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Alle Gemeindevertreter der vier Dörfer im Amt stimmten der Vertragsverlängerung zu. Als letztes gaben auch die Vertreter des Amtsauschusses Hörnerkirchen ihr Okay. Nicht nur der Leitende Verwaltungsbeamte Sven Werner wertete dies als Zeichen, „dass die Verwaltungsgemeinschaft gut funktioniert“. Werner ist bereits der dritte Leitende Verwaltungsbeamte, der seit der Verwaltungsehe das Sagen hat. Vor ihm mussten sich Michael Lantau und Jörg Bucher mit der Neuordnung auseinandersetzen. Bucher ist inzwischen Chef des Amtes Krempermarsch, Lantau hat im Amt Horst/Herzhorn das Sagen.

Regiert wird der Zusammenschluss Barmstedt-Hörnerkirchen vom Barmstedter Rathaus aus. Knapp 15 000 Menschen leben insgesamt in dem Verwaltungsbezirk. Das Zweierbündnis steht in den kommenden Jahren für weitere Partner offen. Angesprochen fühlen darf sich insbesondere das Amt Rantzau, mit dem es schon eine Zusammenarbeit in Bereichen wie Sozialamt, Tourismus oder Standesamt gibt.

In Hörnerkirchen geblieben ist das Amtshaus. Viermal pro Woche steht das darin beheimatete Bürgerbüro den Einwohnern der Hörner-Dörfer offen. Den Wunsch einiger Bürger nach einer zusätzlichen Abendsprechstunde sieht Reimers skeptisch: „Dafür fehlt schlicht das Personal.“ Ein Grund für die Verwaltungsehe seien schließlich die Kosten gewesen. Das Land wollte mit größeren Einheiten Angestellte einsparen. Ob es wirklich zu einem spürbaren Einspareffekt gekommen ist, sieht der Amtsvorsteher kritisch. Ohnehin seien „kleine Verwaltungen eigentlich die erfolgreichsten“, ist Reimers überzeugt. Gerade auf den Dörfern werde vieles in Eigenregie erledigt, in größeren Ämtern „gleich der Bauhof gerufen“.

Nachdem die Verwaltungsehe in Kraft trat, wurde Hökis Bauhof in den Barmstedter integriert. Ansonsten halten sich die sichtbaren Zeichen der neuen Zeit bis heute in Grenzen. Weil man die Selbstständigkeit weitgehend erhalten konnte, „ist eigentlich alles beim Alten geblieben“, so Reimers. Wichtig sei ohnehin vor allem, „dass die vier Gemeinden hier gut zusammenarbeiten“. Das sei vor zehn Jahren der Fall gewesen und gelte heute noch genauso.

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