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„Es gibt verschiedene Wege zu helfen“ : Zahlreiche Barmstedter engagieren sich bereits ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

An jedem zweiten Montag treffen sich die Ehrenamtlichen des Arbeitskreises Flüchtlinge in Barmstedt. Und es werden immer mehr.

Barmstedt | Beim letzten Mal erschienen mehr als 30 Helfer und neue Interessierte, die sich auf verschiedene Art engagieren möchten. „Es gibt verschiedene Wege, den Flüchtlingen zu helfen“, so die Migrationsbeauftragte Anda Zdravac-Vojnovic. Eine sei die Sprachförderung, eine andere die Hilfe im Alltag. „Niemand verpflichtet sich jedoch zu irgend etwas“, betonte sie. Das nächste Treffen der Helfer ist für den heutigen Montag geplant.

In Barmstedt und den Amtsbezirken Rantzau und Hörnerkirchen wohnen derzeit etwa 143 Flüchtlinge, die überwiegend männlich und im Durchschnitt 30 Jahre alt sind. „Es werden in Kürze aber auch zunehmend Familien kommen“, so Zdravac-Vojnovic.

Syrische Kinder, die sich ohne Eltern in Barmstedt aufhalten, seien nach einem Spendenaufruf in der Barmstedter Zeitung inzwischen mit Rädern und Schulmaterial versorgt wurden. Sie besuchten wie weitere Kinder die DaZ-Klasse (Deutsch als Zweitsprache) in der Albert-Schweitzer-Schule.

Die Teilnehmer der Gruppe diskutierten vor Kurzem verschiedene Vorschläge zur Unterstützung der Flüchtlinge. So bot Ute Springer vom Technischen Hilfswerk (THW) an, dass etwa Ehrenamtliche mit Flüchtlingen das THW an der Alten Mühle besuchen könnten. „Vielleicht haben einige von ihnen Lust, bei uns mitzuarbeiten, wir brauchen engagierte Kräfte“, sagte sie und schlug den Dienstag um 19 Uhr vor, wenn sich die THW-Mitglieder in der Unterkunft treffen. Joachim Baasch vom BMTV hatte die Idee, kleine Gruppen von Flüchtlingen ein Fotoprojekt starten zu lassen. „Sie haben viel Zeit, und ein Freizeitprojekt kann ihren Alltag etwas ausfüllen“, sagte er. Dafür würden allerdings noch schlichte, kleine Digitalkameras als Leihgabe benötigt. Egon Stach von den Seniortrainern brachte die Patenschaft für einen Flüchtling ins Gespräch, wie er es selbst bereits macht. „Wir sind eine große Gruppe, und jeder hat seinen eigenen Weg, um Hilfe zu leisten“, so Thomas Kahlert.

Rachael Olson von der Heilsarmee plant in den Räumen der Freikirche ein Café nur für Flüchtlingsfrauen. Zdravac-Vojnovic warf die Idee einer Reparaturwerkstatt für Fahrräder in die Runde. „Wir wollen auch Betriebe ansprechen, die junge Flüchtlinge als Praktikanten aufnehmen“, sagte sie. Auf jeden Fall – so die einhellige Meinung – seien noch mehr Bürger mit Engagement willkommen, ebenso Spenden, denn die Zahl der Flüchtlinge werde steigen. Sehr begrüßt wurde die Anwesenheit der Gymnasiasten Michael Voß, Chelsea Taegen und Leonie Jörgensein, die mit jungen Flüchtlingen etwas unternehmen möchten. Auch Kinderbetreuung können sie sich vorstellen.

Ansprechpartnerin für Sachspenden ist Rachael Olson. Sie sammelt gut erhaltene Winterkleidung vor allem für Babys, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

Die Kleiderkammer in Barmstedt, Feldstraße 43, ist mittwochs von 16 bis 17 Uhr, donnerstags von 15 bis 17.30 Uhr geöffnet. Deutschkurse werden zu folgenden Zeiten angeboten: montags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr in der Gemeinschaft in der evangelischen Kirche, Moltkestraße 2, und als VHS-Kurs von 18 bis 19.30 Uhr für Fortgeschrittene in der Grund- und Gemeinschaftsschule, Schulstraße, sowie dienstags von 10.30 Uhr bis 12 Uhr und mittwochs von 17 Uhr bis 18.30 Uhr im Gemeindehaus, Chemnitzstraße 26. Der Arbeitskreis Flüchtlinge trifft sich an jedem zweiten Montag von 15 bis 17 Uhr in der Kommunalen Halle, Am Markt 1. Das nächste Treffen ist für den heutigen Montag geplant.
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erstellt am 28.Sep.2015 | 15:15 Uhr

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