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Barmstedt Nappenhorn : Wohnblöcke statt Reihenhäuser

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Im Neubaugebiet am Nappenhorn sollen bis zu 36 Wohnungen entstehen. Anzahl hängt von Flüchtlingszustrom ab.

shz.de von
erstellt am 05.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Die steigenden Flüchtlingszahlen wirken sich auf die Barmstedter Wohnungsbauplanung aus. So sollen jetzt im Neubaugebiet zwischen Nappenhorn, Neuer Weg und Am Wasserwerk anstelle mehrerer Doppel- und Reihenhäuser zwei bis drei Wohnblöcke mit jeweils zwölf Wohnungen sowie fünf bis sieben Einzelhäuser entstehen. Das hat der Bauausschuss während seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Ursprünglich waren fünf Einzel-, fünf Reihen- und vier Doppelhäuser vorgesehen.

„Wie viele Blöcke es letztendlich werden, hängt auch von der Entwicklung der Flüchtlingszahlen ab“, sagte der Ausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). Fest stehe aber auch, „dass wir auch für Barmstedter bezahlbare Wohnungen brauchen.“ Denn dadurch, dass die Stadt seit mehreren Monaten zahlreiche Wohnungen im Stadtgebiet für Flüchtlinge anmiete, um sie dezentral und nicht in Containern unterzubringen, sei „schon eine gewisse Verdrängung da“. Zurzeit favorisiere die Politik den Bau von zwei Blöcken, weil es in der Nähe bereits mehrere gebe, so Schmidt. „Das sollte man nicht zu sehr ballen.“ Die endgültige Entscheidung werde die Stadtvertretung treffen.

Weiteres Thema im Ausschuss war der Wald, der sich auf der 1,2 Hektar großen, ehemaligen Gewerbefläche während der vergangenen Jahre entwickelt hat. Für die Rodung müsse Ausgleich geschaffen werden, „weil wir das Areal jetzt in ein Wohngebiet umwandeln“, erklärte Schmidt. Das Forstamt habe der Stadt bereits Flächen angeboten, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann. „Wir haben aber auch selbst noch welche.“ Mehrere erhaltenswerte Bäume – unter anderem im Bereich des Spielplatzes Am Wasserwerk – würden stehen bleiben, um Vögeln Brut- und Nahrungsmöglichkeiten zu bieten.

Schützenswerte Tierarten gebe es auf dem Areal nicht, so Dieckmann. Allerdings habe der Biologe den Knick am Neuen Weg als Redder eingestuft, sagte Dieckmann – was bedeute, „dass das Gebiet nicht von dort aus erschlossen werden darf“. Daher solle von der Straße Am Wasserwerk aus eine Sackgasse mit Wendehammer in das Wohngebiet führen. Den ebenfalls geplanten Verbindungsweg zum Nappenhorn dürften nur Müll-, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge nutzen.

Private Stellplätze könnten entlang der Sackgasse und dem Verbindungsweg entstehen, schlägt das Planungsbüro vor. Da sich zudem bereits öffentliche Stellplätze am Nappenhorn befinden, „wären die Anwohner Am Wasserwerk nur mit dem Verkehr eines Mietshauses und mit dem der Einfamilienhäuser belastet“. Positiv sei, dass durch den Verzicht auf den Bau von Einzelhäusern deutlich weniger Fläche versiegelt werde, so Dieckmann. Schmidt rechnet damit, dass die Erschließung des Gebiets im Frühjahr 2016 starten könnte.

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