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Stadtspaziergang durch Barmstedt : Wischhof: Kritik an Lärmschutzwall

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

SPD-Mitglieder und Gäste sprechen bei Rundgang über Barmstedter Themen und geplante Bauprojekte.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 12:30 Uhr

Barmstedt | Die Bebauung des Wischhof-Geländes, das neue Rechenzentrum der Barmstedter Stadtwerke oder die Pläne für das Gelände des ehemaligen Großhandels Papier-Schmidt: Während ihres Stadtrundgangs haben die Barmstedter Sozialdemokraten am vergangenen Wochenende zahlreiche Orte besucht und über Pläne und Ideen diskutiert. Endpunkt des Rundgangs war die ehemalige Baumschule Drath.

Ortsvereinsvorsitzender Stefan Bolln begrüßte etwa 30 Teilnehmer, darunter den Kreistagsabgeordneten Ole Korff sowie die Landtagskandidaten Helge Neumann und Michelle Kossel. Zum Plan der Bebauung des Wischhof-Geländes zwischen Humburg-Haus und Rewe erläuterte Fraktionsvorsitzender Hans-Christian Hansen, dass von Humburg testamentarisch verfügt worden war, das Grundstück gewinnbringend zu verkaufen. „Damit soll die Unterhaltung des Humburg-Hauses sichergestellt werden“, so Hansen. Die SPD habe sich mit den Plänen anfreunden können, bis eine Auflage des Kreises gekommen sei, laut der ein vier Meter hoher Lärmschutzwall zwischen Bebauung und Rewe-Markt zu errichten sei. „Diesen Wall akzeptieren wir nicht“, sagte Hansen. Ein Zuhörer bemerkte zum Lärmschutz: „Nur weil bei Rewe und Aldi ab und zu Laster Waren anliefern? Dann müsste ja vor der Meierei längst ein Lärmschutzwall stehen.“

Im Wasserwerk zeigten Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth und sein Kollege Olaf Lorenz die Technik der Anlage. Die Besucher besichtigten die Aufbereitung des Rohwassers, wobei Freyermuth betonte: „Während rings um uns in anderen Wasserwerken der Rohstoff aufwändig aufbereitet werden muss, haben wir in Barmstedt Glück und müssen nur Eisen und Mangan herausfiltern.“ Die Frage, ob die Wassermenge sowie Strom- und Gasversorgung für weitere Gewerbe- und Wohngebiete reichen würden, bejahte er und zeigte die Technik der Stadtnetze sowie das neue Rechenzentrum, in dem Speicherkapazitäten gemietet werden können. „Die Politik hat 120.000 Euro für die Umgestaltung bewilligt. Wir wünschen uns mehr öffentliche Werbung, damit die Kapazitäten auch ausgelastet werden“, bemerkte Hansen.

Wohnbebauung geplant

Auf dem Areal des ehemaligen Großhandels Papier-Schmidt in der Gebrüderstraße, der bei einem Großfeuer 2014 zerstört worden war, plane ein Investor Wohnbebauung, erfuhren die Besucher. „Warum Gewerbeflächen wie hier oder beim ehemaligen Gabor-Areal aufgeben, wenn Barmstedt solche Flächen angeblich dringend benötigt?“, kam der Einwurf von Guido Neumann, der als Gast beim Spaziergang dabei war. „Und warum lässt man etwa ein Steuerberatungsbüro, das bis zu 45 Arbeitsplätze bietet, nach Elmshorn ziehen?“. Egon Stach schlug vor, in punkto Gewerbeflächen die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WEP) einzubeziehen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Baumschule Drath in der Großen Gärtnerstraße sollen Wohnhäuser entstehen. „Der Eigentümer wird die Entsorgungskosten, die im sechsstelligen Bereich liegen, selbst tragen“, sagte Hansen. Die SPD plädiere dafür, das Gebiet für den Wohnungsbau umzugestalten und den Inhaber die Fläche selbst vermarkten zu lassen.

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