Barmstedt : „Wir wollen voll durchstarten“

Fröhliches Trio: Karina Bestmann (von links), Renate Fehrs und Viola Gottschalk leiten die Awo-Kita jetzt gemeinsam.
Fröhliches Trio: Karina Bestmann (von links), Renate Fehrs und Viola Gottschalk leiten die Awo-Kita jetzt gemeinsam.

Awo-Kita: Drei Erzieherinnen übernehmen die Leitung. Viola Gottschalk und Karina Bestmann bilden sich berufsbegleitend fort

shz.de von
27. Juni 2014, 10:58 Uhr

Nach wechselvollen Zeiten an der Spitze der Barmstedter Awo-Kita wollen Renate Fehrs, Karina Bestmann und Viola Gottschalk jetzt vor allem eins: Ruhe reinbringen. „Es ist wichtig, dass die Eltern wieder feste Ansprechpartner haben und wir wieder langfristig planen können“, sagt Fehrs. Nachdem die Leitung nach dem Ausscheiden von Patrick Laas seit Ende März unbesetzt war, haben die drei Damen den Posten jetzt gemeinsam übernommen. „Wir freuen uns auf die Aufgaben und wollen voll durchstarten“, kündigen sie an.

Alle drei kennen die Kita wie ihre Westentasche. Fehrs (62) arbeitet dort seit 24 Jahren – vom ersten Tag an. Als stellvertretende Leiterin hatte sie die Leitung immer wieder kommissarisch für mehrere Monate übernommen, wenn die Stelle nicht besetzt war – wie von Juli 2012 bis Januar 2013 nach dem Weggang von Svea Thomssen, der Vorgängerin von Laas. „Es ist schwer, jemanden für eine Leitungsposition zu finden“, sagt Fehrs. Daher sei die Awo als Träger auch sofort einverstanden gewesen, als sie vorgeschlagen habe, die Aufgabe künftig als Team wahrzunehmen. „Die Awo unterstützt uns dabei sehr“, sagt Fehrs.

Für Gottschalk (49) und Bestmann (45) ist der neue Job eine „gute Perspektive. Wir wollten noch einmal etwas anderes machen, und dafür ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt.“ Beide arbeiten seit 18 Jahren in der Awo-Kita. „Wir haben hier als Erzieherinnen zusammen in derselben Gruppe angefangen“, erzählen sie. Für ihre neuen Aufgaben bilden sie sich jetzt zwei Jahre lang berufsbegleitend weiter: zur Kita-Fachwirtin. „Das ist uns wichtig, denn wenn Renate 2017 in Rente geht, werden wir das Haus zu zweit leiten“, so Gottschalk.

Bis alle Aufgaben „sitzen“, werde es etwa ein Jahr dauern, sagt Gottschalk. „Die Zeit braucht man, um alle Abläufe einmal mitgemacht zu haben.“ Wie viele Stunden sie später noch in den Gruppen arbeiten werden, ist noch unklar. Bereits weggefallene Stunden seien nachbesetzt worden, so Fehrs.

Gottschalk und Bestmann wohnen in Barmstedt und haben je zwei Kinder, die – anders als ihre Kita-Schützlinge – schon erwachsen sind. Auch Fehrs – die in Elmshorn wohnt, aber aus Barmstedt stammt – hat zwei erwachsene Kinder. „Und vier Enkel“, wie sie lächelnd ergänzt.

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