zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 03:40 Uhr

"Wir sind Land unter mit der Arbeit"

vom

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Der Zustand vieler Barmstedter Straßen sei dermaßen katastrophal, "dass ich mir gar nicht ausmalen will, wie es mal sein wird, wenn ich eines Tages mit dem Rollator unterwegs sein muss", monierte Waldstraßen-Anwohner Axel Pott während der Einwohnerfragestunde im Bauausschuss. Das bisherige "Geflicke" der Schlaglöcher durch den Bauhof mit Heiß- oder Kaltasphalt sei "totaler Murks, das hält von jetzt bis gleich", polterte er und wollte wissen: "Gibt es irgendein vernünftiges Konzept zur Straßensanierung?"

Fachamtsleiterin Ulrike Karvink klang hörbar genervt und sorgte für Raunen im Publikum, als sie entgegnete: "Wir haben 100 000 Euro für die Unterhaltung der Straßen zur Verfügung. Aber wir haben im Moment keinen, der das bearbeiten kann. Wir haben eine Langzeiterkrankung und sind Land unter mit der Arbeit. Wir machen demnächst den Küsterkamp, die Aubrücke, den Feuerwehrparkplatz - mehr geht nicht", sagte sie.

Er habe sich immer für eine personelle Aufstockung des Fachamts eingesetzt, sagte Ausschusschef Axel Schmidt (FWB). "Aber wir sind gehalten, den Stellenbestand kurz zu halten." Nach der Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Hörnerkirchen vor fünf Jahren sei das Gebiet größer geworden, die Mitarbeiterzahl aber nicht entsprechend angestiegen. "So ist es eben." Den Aufgabenbereich extern zu vergeben, wie Pott vorschlug, sei zwar theoretisch möglich, aber aus Kostengründen ebenfalls nicht realistisch, sagte Schmidt - und betonte: "Wo wir was machen können, machen wir was."

Das bestätigte gestern Fachamtsmitarbeiter Peter Knaak. "Wenn Bürger uns Schäden melden, reagieren wir darauf." Für die grundlegende Sanierung der Straßen gebe es einen Plan, der mit dem Abwasserzweckverband und den Stadtwerken abgestimmt sei. "Das geht aber nur peu à peu", erklärte Schmidt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen