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Barmstedter Zeitung

18. Oktober 2017 | 09:58 Uhr

"Wir hoffen auf den Heimvorteil"

vom

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Diesmal wollen sie es packen. "Wir sind bei den Himmelfahrts-Turnier ewiger Zweiter. Jetzt hoffen wir auf den Heimvorteil", sagt Uwe Dannenberg. Er betreut das E-Hockey-Team ,Knights Barmstedt, das am Donnerstag und Freitag, 9. und 10. Mai, beim ersten "Norddeutschen E-Ball Cup" in der Barmstedter Heederbrookhalle antreten wird.

Der Organisationsaufwand für das Elektro-Rollstuhl-Hockey-Turnier ist gewaltig: 80 Spieler aus 16 Mannschaften aus Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg und Niedersachsen haben sich angemeldet; dazu kommen etwa 120 Betreuer. 60 Teilnehmer werden in Klassenräumen untergebracht, wozu Pflegebetten angemietet werden, erklärt Katharina Boye vom BMTV, die die Veranstaltung federführend organisiert. Und stolz ist auf das, was Barmstedt den Teilnehmern bieten wird. "Ähnliche Turniere fanden bisher immer nur in Behinderteneinrichtungen statt. Es ist der erste Versuch, den Rollis ein ,normales Event zu bieten - mit Übernachtung in der Schule und Disco in der Sporthalle."

Doch nicht nur den Teilnehmern, auch den Zuschauern werde einiges geboten, sagt Dannenberg. "Der Sport ist extrem rasant." Es wird in zwei Rollstuhlgeschwindigkeitsklassen - sechs und zwölf Stundenkilometer - gespielt, und es erfordere "sehr großes Können am Joystick, um den Golfball gekonnt im Tor zu platzieren", so Boye. Die meisten Spieler spielen unter Sauerstoffzufuhr. Manche sind außerdem spastisch gelähmt, so dass ihre Schläger am Stuhl montiert sind. Den Ausdruck "Die Teilnehmer leiden an . . . " will Dannenberg, dessen Söhne Malte und Steffen an Muskelschwund erkrankt sind, aber nicht hören, im Gegenteil: "Sie sind die fröhlichsten Menschen, die ich kenne."

Dass das Turnier zustande kommt, sei der großen Unterstützung durch die Stadt und örtlicher Unternehmen zu verdanken, sagt Boye. "Die Stadt stellt uns die Räumlichkeiten zur Verfügung, und die Sponsoren finanzieren einiges." So koste allein das Anmieten der Pflegebetten mehrere tausend Euro. Auch Stiftungen beteiligen sich an den Kosten mit einer fünfstelligen Summe. "Wir bedanken uns von Herzen für die Hilfe. Denn die Teilnehmer haben keine Einkommen, und so können alle dabei sein, die mitmachen wollen", so Boye.

Das Turnier wird am Donnerstag um 9.30 Uhr von Bürgermeister Nils Hammermann eröffnet. Anschließend wird an beiden Tagen jeweils von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr gespielt. Die Sieger werden am Freitag ab 20 Uhr geehrt. Der Eintritt ist frei.

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