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SPD-Bundestagsabgeordneten Rossmann in Barmstedt : "Wir brauchen dringend Gewerbe"

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

SPD: Betriebe können ihre Flächen am Schusterring nicht erweitern. Ein neuer Standort an der K 18 sei ideal.

shz.de von
erstellt am 13.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Barmstedt braucht "dringendst" mehr Gewerbeflächen: Das ist die übereinstimmende Meinung von Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und der örtlichen SPD. "Wir wollen mit Blick auf die Zukunft Gewerbegebiete ausweisen, weil die bestehenden Betriebe Erweiterungswünsche haben", sagte Döpke anlässlich eines Gesprächs mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann. Am Schusterring gebe es keine freien Flächen mehr, sagte SPD-Fraktionschef Hans-Christian Hansen. Als Standort für ein neues Gebiet seien die Flächen an der K 18 nahe Lutzhorn optimal, so Döpke – eine seit vielen Jahren von der Barmstedter Politik favorisierte Variante. Außer der Nähe zur A 23 böte der Standort auch die Möglichkeit, einen Parkplatz für die Meierei-Laster zu schaffen.

Doch bisher spielt die Landesplanung nicht mit, "weil das Gebiet nicht direkt an vorhandene Bebauung angrenzen würde", wie Döpke erläuterte. Jetzt habe aber der Kreis signalisiert, "dass sich da etwas ändern könnte". Weitere Gewerbeflächen wären für Barmstedt vor allem wegen der höheren Steuereinnahmen wichtig, sagte Rossmann. "Sie würden auch zu einer stabileren Mischung der Einnahmen beitragen." Bislang sei Barmstedt eher als Wohnort interessant, sagte er. Die 10.000-Einwohner-Stadt nimmt jährlich etwa 1,8 Millionen Euro Gewerbesteuer ein – drei Mal so viel wie Westerhorn, das nur knapp 1300 Einwohner hat.

Mit Sorge sehen Döpke und die Genossen dem jahrelangen Ausbau der A 7 entgegen. "Wir müssen zusehen, dass die Verkehre währenddessen zügig ablaufen", sagte Rossmann. Um das zu gewährleisten, sei es beispielsweise denkbar, die Züge zwischen Elmshorn und Hamburg alle 30 Minuten fahren zu lassen. "Außerdem bräuchten wir mehr P+R-Plätze – denn wenn die Leute am Bahnhof keinen Parkplatz finden, nützen auch bessere Verbindungen nichts." Döpke berichtete, die AKN habe den Fahrplan bereits leicht verändert, so dass die Anschlüsse der A 3 an die Regionalzüge in Elmshorn jetzt besser seien. Zudem regte sie an, die Bahnverbindung über Henstedt-Ulzburg nach Hamburg stärker zu bewerben. Er werde die Vorschläge bei der AKN und der Bahn vorbringen, versprach Rossmann.

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